Monthly Archive for Mai 2009

Hampi

Die Franzosen hier sagen auch `ampi und die Amis Hämpy und es ist ein wirklich schnuckeliges Dorf (mehr als ein Dorf ist es wirklich nicht). Hampi ist nicht nur einer der saubersten Orte, den wir in Indien besucht haben, sondern auch einer der Orte mit dem wenigsten Verkehr. In das Dorf selbst dürfen nur Rikshaws, Roller, Fahrräder und Motorräder.
Hampi ist bekannt für seine alten, weitläufigen und noch zum Teil sehr gut erhaltenen Tempelanlagen/Tempelruinen. Die Tempelruinen sind auf einem riesigen Areal verteilt. Die Dimensionen lassen sich kaum beschreiben. Nach zwei Tagen haben wir wirklich nur einen Bruchteil aller Ruinen und Tempel gesehen.
Morgens in Hampi angekommen haben wir zunächst gefrühstückt und uns anschließend eine Unterkunft gesucht. Die Unterkünfte in Hampi sind alle sehr preiswert; für 300 Rs (ca. 4,50 €) kriegt man ein einfaches, sauberes Doppelzimmer mit eigenem Bad. Wir haben uns drei verschiedene Unterkünfte angeschaut und uns dann für das Shanti Guesthouse entschieden, da es einen schönen Innenhof hat, in dem man abends rumsitzen kann.
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es dann in sengender Hitze (40°C im Schatten; gemessen mit dem Fieberthermometer) wieder los. Am ersten Tag haben wir uns nur die Tempel in der Nähe des Dorfes angesehen. Am nächsten Tag haben wir uns dann einen Roller gemietet (selbst der Fahrtwind war sengend heiß) und haben uns die bedeutendsten Tempel in der Umgebung angeschaut. Die Tempel und die Landschaft in Hampi und Umgebung sind einfach fantastisch. Kletterfans kommen hier bestimmt auch auf ihre Kosten (vielleicht nicht gerade bei 40°C im Schatten, da die Steine auch extrem heiß werden).
Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder mit dem Zug Richtung Margao (zum Glück im AC-Waggon). Eigentlich sind wir mehr auf gut Glück zum Bahnhof gefahren, da wir nur “Waiting List Tickets” (Plätze 9 und 10) hatten, also noch gar kein richtiges Ticket. Am Abend zuvor haben uns aber mehrere Inder gesagt, dass es trotzdem kein Problem sei, Plätze zu bekommen, und so war es dann auch. Wir sind mit unseren “Waiting List Tickets” zum Schaffner und er konnte uns sogar zwei freie Plätze nebeneinander geben.

Mysore

Von Ooty wollten wir den 6:30 Uhr Bus nach Mysore nehmen. Daher sind wir mal wieder richtig früh aus den Federn gehüpft. Am Busbahnhof angekommen, mussten wir feststellen, dass der 6:30 Bus ausfällt. Also haben wir, wie alle Anderen auch, auf den 7 Uhr Bus gewartet. Als dieser dann um 6:50 kam, hatten wir noch gar nicht realisiert, dass es der richtige Bus ist, schon war dieser rappelvoll. Da wir nicht auf dem Dach mitfahren wollten, blieb uns nichts anderes übrig, als auf den 7:30 Uhr Bus zu warten. Diesmal ein wenig schlauer, haben wir die Rucksäcke bereits um 7:15 Uhr angezogen und sobald der Bus zu sehen war, ist Christof hingesprintet und in den langsam fahrenden Bus gesprungen. Somit war er der Erste (dicht gefolgt vor allen Anderen) im Bus und konnte uns zwei Sitzplätze sichern.  Mit der Zeit füllte sich aber der Bus so dermaßen, dass die Fahrt zu einer reinen Tortur wurde. Endlich in Mysore angekommen, wollten wir uns rechtzeitig um die Weiterfahrt nach Hampi (über Hospet) kümmern. Anders als erhofft, gab es keine Sleeper Busse nach Hampi, sondern nur “Ordinary Buses”. Nach unserer langen, anstrengenden Fahrt in solch einem Bus hätten wir dies nicht für weitere 9 Stunden über Nacht ertragen. Daher haben wir beschlossen, erst einmal eine Nacht in Mysore zu bleiben und dann mit dem Nachtzug über Bangalore nach Hospet (und dann mit dem Bus nach Hampi; ca. 12Km) zu fahren. Im Endeffekt war dies auch die perfekte Lösung. Die Fahrt mit dem Zug war sehr angenehm und wir kamen relativ erholt in Hampi an.

In Mysore konnten wir uns an diesem Tag leider nur den Devaraja Markt anschauen, da aufgrund der Wahlen alle anderen Sehenswürdigkeiten geschlossen waren. Der Markt ist wirklich sehr schön, besonders die Farb- und Blumenstände stellen schöne Fotomotive dar. Mysore ist für seine Duftöle und Räucherstäbchen bekannt. Und man kann an zahlreichen Ständen zuschauen, wie Räucherstäbchen hergestellt werden. Man kann es sogar selbst ausprobieren. Gar nicht so einfach!
Am nächsten Tag haben wir uns noch den Mysore Palace angeschaut, der einfach beeindruckend ist. Die Fotos sprechen aber auch hier wieder für sich.

Ooty, die Wanderung!

Die Wanderung auf eigene Faust war schon sehr gut. Die geführte Wanderung am nächsten Tag, die wir diesmal rechtzeitig gebucht haben, war einfach super. Die Strecke, die der Guide ausgewählt hatte, führte uns durch unterschiedliche Landschaften, mitunter durch zahlreiche weitläufige Teeplantagen. Der Höhepunkt der Wanderung war die Besteigung eines Berges, von dem wir eine atemberaubende Aussicht hatten. Die Fotos sprechen hoffentlich für sich.

Chai-Tee, Chai, Chai, Chai, Chai!

Gefolgt von Coffee, Coffee, Coffee, Coffee! So dröhnt es durch indische Züge. Im Minutentakt kommt ein Verkäufer nach dem anderen durch das Abteil und preist seine Waren an. Neben Tee und Kaffee gibt es hier z.B. auch noch Tomatensuppe (soup, soup, soup, tomatooo soup!!),  vegetarisches “Cutlet”, Bread-omelette oder Dinge, die ich mir nur schlecht bildlich vorstellen kann wie “Chicken Lolly Pop”. Ich werde gleich mal einen “Hühnchenlutscher” probieren. Neben weiteren kalten und warmen Speisen gibt es auch Getränke, Kekse und Chips. Manche Verkäufer sind sprachlich so begabt, dass sie die Waren so betonen und schnell hintereinander wiederholen, dass man gar nicht weiß, was es gibt. Verhungern muss man im Zug wirklich nicht. Zudem kann man, je nach Zug, noch Frühstück, Lunch und/oder Dinner bestellen. So genießen wir die heutige Fahrt von Margao nach Mumbai in vollen Zügen.

Nilgiri Mountain Railway (die Fotos)

Nachdem wir bereits von unserer laaaaangen abenteuerlichen Fahrt mit der Nilgiri Mountain Railway berichtet haben, hier nun auch die Fotos. Neben der fantastischen Landschaft, bei der es schwer fällt, sie in einem Foto zu erfassen, fanden wir die Affen an einer Station besonders lustig. Diesmal waren es nicht wir, die von den Affen bestohlen wurden. Ein Inder hatte seine gerade gekauften Kekse (original verschlossene Packung) einen kurzen Augenblick lang unbeaufsichtigt liegen lassen. Schon waren sie verschwunden. Wir haben noch nie einen Affen so schnell, so viele Kekse in seinen Mund stopfen sehen. Viel Vergnügen mit den Fotos!

Wir leben noch :-)

Es tut uns leid, dass wir die letzten Tag nichts von uns haben hören lassen. Die letzten Tage waren etwas hektisch und stressig (viel zu sehen und zu wenig Zeit). Außerdem gab es hauptsächlich Internetcafes mit sehr niedriger Geschwindigkeit, so dass wir keine Fotos hochladen konnten. Aber das holen wir jetzt bald nach, versprochen!
Nach unserem Aufenthalt in Ooty sind wir weiter nach Mysore gefahren, der Räucherstäbchenstadt Indiens, und danach weiter nach Hampi,was ein Muss für jeden Indienreisenden ist. Dort ist Doris leider etwas krank geworden, wodurch aus unserer kleinen Goa-Rundreise leider nichts geworden ist. Wir sind am Montag in Margao angekommen und haben uns an die vom Arzt verordneten 2 Tage Ruhe gehalten. Das hat uns beiden auch mal ganz gut getan.
Morgen geht es auf zu unserer letzten Station in Indien: Mumbai. Und dann sind wir auch schon fast wieder in Deutschland. Genaueres über die letzten Stationen erfahrt ihr in Kürze.