Die Franzosen hier sagen auch `ampi und die Amis Hämpy und es ist ein wirklich schnuckeliges Dorf (mehr als ein Dorf ist es wirklich nicht). Hampi ist nicht nur einer der saubersten Orte, den wir in Indien besucht haben, sondern auch einer der Orte mit dem wenigsten Verkehr. In das Dorf selbst dürfen nur Rikshaws, Roller, Fahrräder und Motorräder.
Hampi ist bekannt für seine alten, weitläufigen und noch zum Teil sehr gut erhaltenen Tempelanlagen/Tempelruinen. Die Tempelruinen sind auf einem riesigen Areal verteilt. Die Dimensionen lassen sich kaum beschreiben. Nach zwei Tagen haben wir wirklich nur einen Bruchteil aller Ruinen und Tempel gesehen.
Morgens in Hampi angekommen haben wir zunächst gefrühstückt und uns anschließend eine Unterkunft gesucht. Die Unterkünfte in Hampi sind alle sehr preiswert; für 300 Rs (ca. 4,50 €) kriegt man ein einfaches, sauberes Doppelzimmer mit eigenem Bad. Wir haben uns drei verschiedene Unterkünfte angeschaut und uns dann für das Shanti Guesthouse entschieden, da es einen schönen Innenhof hat, in dem man abends rumsitzen kann.
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es dann in sengender Hitze (40°C im Schatten; gemessen mit dem Fieberthermometer) wieder los. Am ersten Tag haben wir uns nur die Tempel in der Nähe des Dorfes angesehen. Am nächsten Tag haben wir uns dann einen Roller gemietet (selbst der Fahrtwind war sengend heiß) und haben uns die bedeutendsten Tempel in der Umgebung angeschaut. Die Tempel und die Landschaft in Hampi und Umgebung sind einfach fantastisch. Kletterfans kommen hier bestimmt auch auf ihre Kosten (vielleicht nicht gerade bei 40°C im Schatten, da die Steine auch extrem heiß werden).
Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder mit dem Zug Richtung Margao (zum Glück im AC-Waggon). Eigentlich sind wir mehr auf gut Glück zum Bahnhof gefahren, da wir nur “Waiting List Tickets” (Plätze 9 und 10) hatten, also noch gar kein richtiges Ticket. Am Abend zuvor haben uns aber mehrere Inder gesagt, dass es trotzdem kein Problem sei, Plätze zu bekommen, und so war es dann auch. Wir sind mit unseren “Waiting List Tickets” zum Schaffner und er konnte uns sogar zwei freie Plätze nebeneinander geben.
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Gefolgt von Coffee, Coffee, Coffee, Coffee! So dröhnt es durch indische Züge. Im Minutentakt kommt ein Verkäufer nach dem anderen durch das Abteil und preist seine Waren an. Neben Tee und Kaffee gibt es hier z.B. auch noch Tomatensuppe (soup, soup, soup, tomatooo soup!!), vegetarisches “Cutlet”, Bread-omelette oder Dinge, die ich mir nur schlecht bildlich vorstellen kann wie “Chicken Lolly Pop”. Ich werde gleich mal einen “Hühnchenlutscher” probieren. Neben weiteren kalten und warmen Speisen gibt es auch Getränke, Kekse und Chips. Manche Verkäufer sind sprachlich so begabt, dass sie die Waren so betonen und schnell hintereinander wiederholen, dass man gar nicht weiß, was es gibt. Verhungern muss man im Zug wirklich nicht. Zudem kann man, je nach Zug, noch Frühstück, Lunch und/oder Dinner bestellen. So genießen wir die heutige Fahrt von Margao nach Mumbai in vollen Zügen.
Nachdem wir bereits von unserer laaaaangen abenteuerlichen Fahrt mit der Nilgiri Mountain Railway berichtet haben, hier nun auch die Fotos. Neben der fantastischen Landschaft, bei der es schwer fällt, sie in einem Foto zu erfassen, fanden wir die Affen an einer Station besonders lustig. Diesmal waren es nicht wir, die von den Affen bestohlen wurden. Ein Inder hatte seine gerade gekauften Kekse (original verschlossene Packung) einen kurzen Augenblick lang unbeaufsichtigt liegen lassen. Schon waren sie verschwunden. Wir haben noch nie einen Affen so schnell, so viele Kekse in seinen Mund stopfen sehen. Viel Vergnügen mit den Fotos!
Wie lange braucht ein Zug für die 45 km von Mettupulayam nach Ooty? Keine Ahnung, wir sind nach 8 Stunden in Coonoor ausgestiegen und haben den Bus genommen.
Aber erstmal von Anfang an: Nach einigem Hin und Her haben wir heute Morgen doch noch Tickets für den Zug bekommen (wir sind nämlich VIPs
). Als es endlich um 7:10 Uhr losging, saßen wir schon seit mindestens 6 Uhr im Zug. Gott sei Dank hatten wir Sitzplätze ergattern können. Die stopfen die 4 Waggons nämlich bis oben hin voll.
Die Nilgiri Mountain Railway gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und es ist ein Erlebnis mit diesem Zug die 2021 Höhenmeter zurückzulegen (wenn auch ein recht fragwürdiges). Komfortabel ist der Zug nicht, aber die Landschaft entschädigt Einiges. Leider hatte unsere Dampflok permanente Probleme mit dem Dampfdruck, daher mussten ständig Pausen von ca. 20 Minuten eingelegt werden. Somit brauchten wir alleine für die Hälfte der Strecke länger als man sonst für die gesamte Fahrt benötigt. Als wir dann nach 8 Stunden in Coonoor (ca. 19 Km vor Ooty) angekommen sind, haben wir uns entschieden auf den Bus umzusteigen. Leider haben wir gerade noch bei Wikipedia gelesen, dass in Coonoor die Dampf- gegen eine Diesellok ausgetauscht wird. Na ja, wer jetzt zuerst in Ooty angekommen ist, wissen wir nicht, aber wir freuen uns angekommen zu sein.
Heute Morgen haben wir uns noch über die Inder lustig gemacht, die mit Mütze und dicker Fleecejacke in den Zug gestiegen sind. Auch nachdem wir endlich in Ooty angekommen waren, fanden wir die Temperatur sehr angenehm. Doch jetzt, wo die Sonne schon seit ca. 2 Stunden untergegangen ist, ist es doch erheblich kühl geworden. Die dicke Decke in unserer Unterkunft werden wir sicherlich brauchen.
Morgen wollen wir wandern gehen und am Mittwoch wollen wir uns morgens den Botanischen Garten ansehen, bevor wir nachmittags gegen 16:30 Uhr in Richtung Mysore aufbrechen werden.
P.S. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (ohne Standzeiten) der Zugfahrt lag bei ca. 5 Km/h. Eigentlich hätten wir auch laufen können. Nur unser Gepäck und die 2000 Höhenmeter haben uns daran gehindert
Sowohl die Busse als auch die Züge in Indien fahren mit offenen Fenstern und Türen. Schnell lässt man sich verleiten, den Kopf in den Fahrtwind zu halten, um sich ein wenig abzukühlen oder ein schnelles Foto zu erhaschen. Die Gefahr der Enthauptung ist dabei jedoch sehr gering; trotzdem sollte man aufpassen wo und wann man seinen Kopf herausstreckt. Viel größer ist die Gefahr seine Kopfbedeckung zu verlieren. Mehr möchte ich eigentlich nicht schreiben und mache mich auf, eine neue Cappy zu kaufen. Jedoch kann es keinen Ersatz für eine auseinanderfallende aber mich immer treu begleitende Kopfbedeckung geben. Leider ist das letzte Foto mit Kopfbedeckung auch nichts geworden.
Egal, ob man nun die Metaphern „das glühende Schwert“, „der Feuerstrahl“, „Montezumas Rache“ (eigentlich der falsche Kontinent) verwendet oder ob man einfach üble Diarrhoe sagt, es ist und bleibt immer dasselbe, eine scheiß unangenehme Angelegenheit. Durchfall gehört wohl zu den häufigsten Reiseerkrankungen, vor allem wenn man nach Indien fährt. Es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die man jedoch treffen kann, um, mit viel Glück, doch drum herum zu kommen.
Für genauere Infos kann ich das „Merkblatt für Beschäftigte und Reisende – Durchfall (Diarrhoe)“ vom Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfehlen.
Ist man in Indien, kommt man wohl nicht dran vorbei, sich mit der Autorickshaw von Ort A zum gewünschtem Ziel fahren zu lassen. Vielmehr ist es ein „Erlebnis“, welches einfach zu einem Indienaufenthalt gehört. Aber: Es gibt zwei verschiedene Wege übers Ohr gehauen zu werden. ![]()
1) Man bezahlt den vom Rickshawfahrer verlangten Preis, was keine gute Idee ist.
oder
2) Man verhandelt! Eigentlich hat jede Rickshaw einen „Meter“ (einen Taximeter für Rickshaws). Dieser wird jedoch in der Regel einfach aus gelassen und man verhandelt über den gewünschten Preis. Um eine Vorstellung von einem fairen Preis zu erhalten, sollte man jedoch eine ungefähre Vorstellung von der Entfernung haben, was sich für Touristen jedoch als schwierig herausstellt. Normalerweise kosten die ersten zwei Km 14 Rs (Startgebühr) und jeder weitere 7 RS. Abends gibt es jedoch noch einen Aufschlag von bis zu 100%. Hat man eine ungefähre Idee, was einem die Fahrt wert ist, geht das Verhandeln los. Dabei können alle Register gezogen werden und die Rickshawfahrer können dabei ruhig gegeneinander ausgespielt werden. Hat man einen fairen Preis, findet sich schon einer der die Fahrt machen möchte, jedoch sollte man beim Verhandeln im Hinterkopf behalten, dass 10 Rs umgerechnet 15 €cent entsprechen, da lohnt sich eine harte Verhandlung nicht wirklich. Für eine Fahrt von ungefähr 7 Km zahlt man dann tagsüber ca. 60-70 Rs.
So, wir sitzen bzw. liegen in sehr gemütlichen Sitzen am Flughafen in Dubai. Weiter geht’s erst in 2 1/2 Stunden. Ironischerweise sind wir in Düsseldorf bei strahlendem Sonnenschein losgeflogen und in Dubai im strömenden Regen angekommen. Es war sogar so windig, dass unser Flugzeug nochmal durchstarten und beim zweiten Versuch aus der anderen Richtung anfliegen musste.
Im Flugzeug haben wir uns mit “Slumdog Millionaire” schon mal auf Indien einstimmen können. Die Verpflegung und der Service bei Emirates ist wirklich ausgezeichnet. Da freue ich mich schon auf das nächste Essen im nächsten Flieger
Da werden wir aber auch versuchen zu schlafen und nicht weiter Filme zu schauen.
Meine Impfstoffe sind eingetroffen. Nach reichlicher Überlegung und Beratung durch meine Ärztin habe ich mich für die folgenden Impfungen entschieden (ich zähle mal alle auf, auch die, die ich schon hatte):
Tetanus/Polio/Dyphtherie: sollte man auch ohne Auslandsaufenthalt immer wieder auffrischen (eine Spritze in den Po, zahlt die Krankenkasse)
Hepatitis A&B: ein Muss! die Impfung in den Arm (intramuskulär) ist sehr gut verträglich. Ein Titertest vor und nach der Impfbehandlung ist sinnvoll (je ca. 24€). Je nachdem, ob bereits eine Immunität oder Vorimpfung besteht, verwendet man Twinrix (HepA&B), Havrix (nur HepA) oder Engerix-B (nur HepB). Das Impfschema für Twinrix und Engerix-B beträgt 0, 1, 6, (12) Monate, wobei nach der zweiten Impfung bereits ein guter Impfschutz besteht. Bei Havrix 0, 6 Monate, wobei die erste Spritze auch einen Schutz bietet und ca. 14 Tage vor der Abreise erfolgen sollte. (Die Impfung wird nicht von der Krankenkasse übernommen* Preis: Havrix je ca. 65€, Twinrix je ca. 77€)
Typhus: Das war für mich die unangenehmste Spritze. Direkt intramuskulär in den Oberarm, so dass man später jede Bewegung des Armes auch richtig schön spürt. (Die Impfung wird nicht von der Krankenkasse übernommen* Preis: ca. 25€)
Tollwut: Indien ist Tollwutgebiet und Tollwut ist nach dem Auftreten der ersten Symptome 100%ig tödlich. Hat man das im Hinterkopf gerät man bei jedem streunenden Hund, und davon gibt es viele, direkt in Panik. Um den Urlaub entspannt genießen zu können haben wir uns impfen lassen. Die neuen Impfstoffe (wir hatten Rabipur) werden sehr gut vertragen. Impfschema ist 0, 7, 21 Tage und noch einmal nach einem Jahr. Auch bei bestehender Impfung sollte man bei einem Tierbiss mit Tollwutgefahr den Arzt konsultieren. (Die Impfung wird nicht von der Krankenkasse übernommen* Preis: je ca. 61€ )
Grippeimpfung: Völlig im Impfwahn und weil gerade Winterzeit ist, haben wir uns auch gegen Grippe impfen lassen. Ob es für Indien nötig ist, kann ich nicht sagen, schaden kann es nicht. (zahlt die Krankenkasse)
*einige Krankenkassen übernehmen auch Reiseimpfungen für private Urlaubsreisen. Eine Übersicht welche Kasse was übernimmt findet man auf der Homepage vom Centrum für Reisemedizin.
Wenn man die Impfstoffe mit einem Privatrezept selber kaufen muss, lohnt sich ein Preisvergleich der Apotheken. Hier kann es zu starken Preisunterschieden kommen. Wir haben unsere Impfstoffe bei der Europa Apotheek online bestellt. Die hatten die günstigsten Preise (10% Nachlass) und vor allem den Tollwut Impfstoff vorrätig. Dieser war bei unserer Apotheke vor Ort leider nicht vorhanden und auch drei Lieferanten, bei denen der Apotheker angefragt hatte, konnten keinen Liefertermin nennen. Anscheinend gibt es da gerade Lieferengpässe. Die Kühlbox mit den Impfstoffen wurde uns nach zwei Tagen per Kurier nach Hause geliefert.
Weitere Informationen:
http://www.fit-for-travel.de
http://www.impfen.de
So etwa 4 Wochen vor der Abreise kommen langsam die ersten Überlegungen zu Zahlungsmitteln auf. Bei allen bisherigen Reisen habe ich völlig darauf verzichtet, Reiseschecks oder vorab gewechseltes Geld mitzunehmen, sondern habe mich auf meine EC-Karten/Mastercard-Kombi verlassen und hatte eigentlich bisher noch keine Probleme. An allen bisherigen Ankunftsflughäfen gab es irgendwo einen Geldautomaten. Der einzige Nachteil sind die Gebühren. Bei der EC-Karte fallen in der Regel ca. 3,50€ pro Abhebung an und bei der Mastercard ist das Abheben von Bargeld unbezahlbar. 3,50€ klingt bei der ersten Betrachtung auch nicht viel, jedoch ist man immer verleitet, große Beträge auf einmal abzuheben, um die Gebühren nicht mehrfach zahlen zu müssen. Aber möchte man wirklich als Backpacker mit viel Bargeld herumlaufen? Nein! Daher musste für uns eine bessere Lösung her. So haben wir uns nach Möglichkeiten umgeschaut, möglichst preiswert oder kostenlos an Geld im Ausland zu kommen. Und es gibt tatsächlich zwei Banken, die mit einer Visacard die Möglichkeit anbieten Bargeld ohne Gebühren im Ausland abzuheben. Die Comdirekt Bank und die DKB-Bank.
Bei der Comdirekt erhält man unter anderem:
- 3,25% p.a. aufs Tagesgeldkonto bis 30.000 Euro
- kostenlose** Kontoführung
- 75 Euro Startguthaben bis zum 31.03.2009
- 1 Euro monatlich auf das Girokonto
- weltweit Bargeld kostenlos: Im Ausland mit der Visacard an über 900.000 Geldautomaten, im Inland mit der EC-Karte an bundesweit über 7.000 Geldautomaten der Cash Group
**Kostenlos ab einem monatlichen Geldeingang von 1.250 Euro. Ansonsten betragen die Kontoführungsgebühren günstige 4,90 Euro pro Monat.
Bei der DKB-Bank gibt’s:
- kostenloses Internetkonto mit EC Karte und nur 7,9% Dispozins
- ideales Girokonto und 5-facher Testsieger in “Börse Online”
- Verzinsung auf Tagesgeldniveau: 3,8%
- weltweit gebührenfreie Bargeldabhebung mit der kostenlosen Visacard
- keine Mindesteingangspflicht
Die 75€ als Startguthaben der Comdirekt Bank sind auf jeden Fall schon ein schöner Anreiz, jedoch sollte man das Kleingedruckte lesen. Die kostenlose Kontoführung gilt nur bei einem monatlichen Geldeingang von 1250€. Also nur wenn man es als Hauptkonto nutzt. Bei der DKB-Bank ist das schon anders. Hier kriegt man alles kostenlos, es gibt zwar kein Startguthaben, aber das macht nichts. Auf der Homepage der DKB-Bank kann man direkt die Formulare ausfüllen, ausdrucken und dann mit PostIdent bei der Postfiliale versenden. Das ganze läuft sehr schnell und ist einfach. Ich sag Bescheid, wenn die Karten eingetroffen sind.