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Touristen-Visum für Indien

Heute habe ich es endlich geschafft und habe die Visa-Anträge losgeschickt. Eigentlich ist es mit dem Visum eine ganz einfache Sache, man muss sich jedoch erst durch ein paar Seiten klicken, um die nötigen Infos zu erhalten. Alle Bewohner von Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland müssen ihre Visa-Anträge beim Indo-German Consultancy Servic (IGCS) einreichen. Das ist ein ausgegliedertes, vom Konsulat autorisiertes Unternehmen. Man kann das Visum persönlich abholen oder alles per Post erledigen. Wir haben uns für die postalische Variante entschieden, da wir ansonsten zu den “Consular Camps” in der Nähe (bei uns Köln oder Essen) fahren müssten, bei denen wir das Visum morgens beantragen und nachmittags abholen können. So sparen wir uns jedoch unnötige Wartezeiten und die Fahrerei. Für das Visum benötigt man das ausgefüllte Antragsformular mit zwei identischen Passbildern sowie eine Kopie davon. Außerdem braucht man eine Auftragserteilung, den Reisepass und den Überweisungsbeleg. All das sendet man als Einschreiben mit Rückantwort an das IGCS und erhält dann, nach ca. 14 Tagen (je nach Saison), den Pass mit Visum zurück. Pro Visum muss man eine Gebühr von 63,50€ überweisen. In dieser Gebühr ist aber auch schon das Porto für die Rücksendung enthalten. Leider lassen sich die Anträge im PDF Format nicht ohne Weiteres ausfüllen, daher habe ich diese ein wenig “modifiziert” und für alle Interessierten zum Download bereitgestellt. Achtet jedoch bitte darauf, ob sich etwas am Antragsformular geändert hat.
Auftragserteilung (PDF, ausfüllbares Formular)
Visumantrag (PDF, ausfüllbares Formular)

Nützliche Links:
Indische Botschaft
Konsulat in Frankfurt
Indo-German Consultancy Service (IGCS)

Alle Bewohner der oben nicht genannten Bundesländer können Ihre Visa direkt beim zuständigen Konsulat beantragen. Welches das ist, lässt sich auf der Homepage der Indischen Botschaft herausfinden. Das Gute ist, dass die Visa dort nur 50€ kosten, da die Gebühr von 13,50€ für das IGCS entfällt.

Handtuchtest

Je nachdem, wo man als Backpacker eine Unterkunft findet, gibt es möglicherweise keine Handtücher. Da ist es ratsam sein eigenes Handtuch dabei zu haben, oder man rennt durch die Stadt und versucht eins aufzutreiben, was sich aufgrund von fehlenden Ortskenntnissen als schwierig erweisen kann. Bei meiner letzten Handtuchsuche in Hualien (Taiwan) habe ich mir geschworen beim nächsten Mal ein eigenes Handtuch mitzunehmen. Daher musste ein Reisehandtuch her.

Reisehandtücher sind leichter, trocknen schneller und haben in geringes Packmaß als normale Frotteehandtücher, sind aber sauteuer (17-25€). Genau dieser Umstand hatte mich bisher abgehalten. Beim Einkaufen im Xenos, unserem Lieblings- “Holland Ramschladen”, haben wir Reisehandtücher gefunden und bei 2,99€ für ein kleines Handtuch auch direkt ein Testexemplar mitgenommen. Zu Hause angekommen hab ich direkt nach einem Testbericht im Internet gesucht, aber nichts gefunden. Einziger Eintrag zu “Xenos Reisehandtuch” war auf Katrins Blog. Auch interessant, aber leider keine genaueren Infos. Gibt es denn keinen Backpacker, Globetrotter, Trekker… der auch ein Xenos Reisehandtuch hat?
Natürlich braucht man auch ein Vergleichsobjekt. So haben wir uns noch ein Care Plus Reisehandtuch gegönnt und werden beide in den nächsten Tagen vergleichen und ausgiebig testen. Eins kann ich vorweg schon sagen, das teurere Care Plus Handtuch fühlt sich wesentlich besser an. Weitere Infos in Kürze.

Notebookversicherung

Lange habe ich Pros und Contras abgewägt und überlegt, ob ich mein Macbook auf meine Reise mitnehmen soll. Einiges spricht dafür, so kann ich z.B. :

  • unterwegs den Blog schreiben und Bilder hochladen
  • die Bilder problemlos direkt auf die Festplatte speichern
  • auch unterwegs noch Infos, Wetterberichte usw. lesen
  • ggf. Züge, Flüge und Hotels heraussuchen und buchen
  • mit den “Homies” in Kontakt bleiben
  • Homebanking von einem sicheren Computer betreiben

Aber Einiges spricht auch dagegen:

  • wahrscheinlich hat man unterwegs sowieso kein oder nur schlecht W-LAN
  • Gewicht (1,3 Kg mehr im Rucksack)
  • Diebstahlgefahr
  • Gefahr von Beschädigungen bei der Reise

Nachdem ich jedoch auf dem Blog von Nils Römeling gelesen habe, dass es eine Notebookversicherung samt Kameraversicherung (eigentlich andersherum) bei P & P Pergande und Pöthe gibt, steht jetzt fest: Das Notebook kommt mit.

Da ich von Natur aus sehr skeptisch bin, wenn es um Versicherungen geht, habe ich das Kleingedruckte ganz genau unter die Lupe genommen. Muss aber sagen : “Ich bin begeistert”. Alles hört sich gut an. Also habe ich gleich die Kamera und beide Macbooks versichert (das Macbook, das zu Hause bleibt, hab ich gleich mitversichert) und das für nur ca. 80 € (bei 50€ Selbstbehalt) im Jahr. So bin ich gegen:

“Alle Gefahren, insbesondere jedoch Schäden und Verluste, verursacht durch Unfall des Transportmittels, höhere Gewalt, Brand, Blitz, Explosion, Leitungswasser, Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Beraubung, räuberische Erpressung, Bruch sowie Beschädigung.”

sowohl zu Hause als auch unterwegs versichert. Hätte ich gewusst, dass es so was gibt, hätte ich es schon viel früher und nicht nur wegen der Indienreise versichert.

Los, zeigs mir!

langenscheid_ohneworterbuchNein, nicht was ihr jetzt denkt. Ich wollte euch nur mitteilen, was ich mir Tolles für meine Indienreise gekauft habe. Nun, es ist mir schon bewusst, dass Englisch die Amtssprache in Indien ist, aber Englisch ist nicht gleich Englisch und sollte es zu Kommunikationsproblemen kommen, will ich gewappnet sepoint_itin. So habe ich beim Stöbern in der Buchhandlung was Brauchbares gefunden, das OhneWörterBuch von Langenscheidt. Hier findet man 550 schön illustrierte Zeigebilder, mit denen man sich in fast allen Lebenssituationen helfen kann. Für alle, die keine Fans von Langenscheidt sind, gibt es auch den Klassiker “Point it“(hab ich auch gleich mitgenommen). Auch hier findet man einige Symbole, aber vor allem Bilder, die leider etwas veraltet sind. Nachdem ich dann beide Bücher mein Eigen nennen konnte und mir sicher war auch ohne ein Wort kommunizieren zu können, fand ich noch icoondas dritte Buch, welches mir eigentlich am besten gefällt. Das ICOON global picture dictionary. Aber wenn man schon zwei Bilderbüchlein hat, obwohl man nur eins braucht, kauft man sich nicht noch ein Drittes. Für welches man sich auch entscheidet, ich glaube es kann einem vor Ort schon das eine oder andere Mal aus der Klemme helfen. Aber ich werde euch mehr berichten, wenn ich es in Indien einsetze. Eine kleine Demonstration der Bilder aus Langenscheidt´s OhneWörterBuch möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten:icontest

Heute im Indialaden

Das Schönste am Urlaub ist die Vorfreude. Ob diese Aussage zutrifft, kann ich wohl erst sagen, wenn wir aus Indien zurück sind. Was ich jedoch schon jetzt sagen kann ist, dass es mir viel Freude bereitet, in den ganzen Reiseführern zu schmökern, mir Reiseberichte im Internet durchzulesen und mich schon mal ganz auf Indien einzustimmen. Das merke ich langsam auch an der Ernährung. Neben der Tatsache, dass wir seit Neustem einen riesen Chai-Tee Konsum haben, habe ich jetzt auch angefangen indisch zu kochen. Da heute Tandoori-Chicken auf dem Speiseplan stand, musste ich noch in den Indialaden, um Tandoori-Paste zu kaufen.

An der Kasse überlegte ich dann, ob ich die Kassiererin fragen soll, wo sie denn herkommt. Befürchtete dann aber die Antwort: “Geboren bin ich Düsseldorf, aber zum Studium bin ich hierher gezogen.” So bezahlte ich meine Einkäufe und ging heim. Musste aber die ganze Zeit drüber nachdenken, ob es vielleicht abwertend ist, aufgrund der Hautfarbe darauf zu schließen, dass jemand aus einem anderen Land kommt. Nachdem ich diese Fragestellung mit einem klaren NEIN beantwortet und festgestellt habe, dass man damit eigentlich nur Interesse zeigt, freue ich mich jetzt schon auf die ganzen “Where are you from? How many children?”, die ich in Indien gestellt bekommen werde. Denn ich weiß jetzt, das spiegelt nur ehrliches Interesse wider. Oder?

Wäscheleine

Bei meiner letzten größeren Reise erwies sich eine einfache Wächeleine als unverzichtbares Hilfsmittel. Da in unserem sonst sehr guten Hotel in Taipei keine Wäscheleine im Bad vorhanden war, konnten wir so unsere gewaschenen Klamotten auch direkt aufhängen und über Nacht trocknen lassen. Natürlich hätten wir bei Bedarf auch eine Wäscheleine vor Ort kaufen können, aber ich war so stolz an dieses winzige Detail gedacht zu haben.

Bei unserem letzten Shoppingexzess bei unserem Haus und Hof-Lieferanten Globetrotter habe ich dann etwas Tolles gefunden und musste es natürlich sofort mitnehmen. Eine Reisewäscheleine! Wie bei alle unnützen und überteuerten Gegenständen muss ich mir den Kauf noch vor mir selber rechtfertigen. Also direkt mal zum Vergleich:
Gewicht:
alte Wäscheleine: 60g
neu Wäscheleine: 30g
Klarer Punkt für die neue Wäscheleine
Packmaß:
alte Wäscheleine: 19×5x5cm
neu Wäscheleine: 8×6x4cm (etwa halb so groß)
Klarer Punkt für die neue Wäscheleine
Handhabung:

alte Wäscheleine: Na ja ist halt eine einfache Wäscheleine, man muss erstmal etwas finden, wo man sie befestigen kann und dann einen Knoten machen. Beim Zusammenpacken hat man schnell einen Riesen Kabelsalat Wäscheleinensalat.
neue Wäscheleine:
Wird direkt mit einem kleinem Beutel aus Neopren geliefert, in welchem die Leine verpackt werden kann. Außerdem sind an den Enden kleine Haken, an denen man die Leine befestigen kann. Auf der Leine, die aus einer doppelten Schnur besteht, sind kleine Perlen. Diese kann man als Wäscheklammernersatz verwenden. Hab ich zwar noch nicht erprobt, hört sich aber vielversprechend an.
Also, klarer Innovationspunkt für die neue Wäscheleine
Preis:
alte Wäscheleine: 0,99€
neu Wäscheleine: 8,95€
Klarer Punkt für die alte Wäscheleine
Somit steht es 3:1 für die neue Wäscheleine. Wobei man den Preis eigentlich stärker gewichten sollte, aber da ich sie schon gekauft habe, belasse ich es dabei. Natürlich hätte ich mir so eine Wäscheleine auch mal eben selber machen können, aber wenn man den Zeitaufwand, die Materialkosten und die Tatsache, dass “mal eben” Aktionen nie mal eben über die Bühne gehen, war es sicher eine gute Investition.

Wäscheleine