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Fotos vom Elephant Beach

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Elephant Beach. Die Fotos sind hauptsächlich von dem Waldweg zum Strand, weil dann leider der Akku von der Kamera leer war und wir natürlich keinen Ersatzakku dabei hatten.

Wieder in Port Blair

Havelock Island haben wir gestern (leider) hinter uns gelassen, haben dafür aber nun wieder eine “schnelle” Internetverbindung und können die vielen tollen Fotos nachliefern. Hier schon mal ein paar:

Frohe Ostern

Keine Osterhasen, keine Ostereier und die Regale sind auch nicht voll mit Schokolade. Da könnte man doch glatt Ostern vergessen. Tun wir aber nicht und wünschen allen ein frohes Osterfest.

P.S. Schokolade gibt es hier natürlich auch. Hier werden wegen Ostern halt nicht ganze Regale umgeräumt. Hier gibt es sogar Schokoladenkreationen, die es in Deutschland nicht gibt. Wenn man im Geschäft denkt: “Sind die Snickers und Mars in Indien nicht irgendwie dünner und breiter!” Sollte man lieber die Riegel aus dem Kühlschrank nehmen! :-)

Auch im Paradies regnet es

Während es am Donnerstag nur einige kräftige Schauer waren, nach denen die Sonne wieder raus kam, hat es gestern eigentlich fast ununterbrochen geregnet. Anscheinend hat uns das Regenwetter aus Dubai wieder eingeholt.
Das war aber auch nicht allzu schlimm, da Christof gestern mit dem “Delhi Belly” zu kämpfen hatte und so sein Aktionsradius doch sehr eingeschränkt war.
Heute sieht nicht nur das Wetter wieder besser aus, auch Christof geht es wieder besser. Da dies unser letzter Tag im Paradies ist, wissen wir gar nicht so recht, was wir noch alles machen wollen.

Gefahren in Indien (1)

Egal, ob man nun die Metaphern „das glühende Schwert“, „der Feuerstrahl“, „Montezumas Rache“ (eigentlich der falsche Kontinent) verwendet oder ob man einfach üble Diarrhoe sagt, es ist und bleibt immer dasselbe, eine scheiß unangenehme Angelegenheit. Durchfall gehört wohl zu den häufigsten Reiseerkrankungen, vor allem wenn man nach Indien fährt. Es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die man jedoch treffen kann, um, mit viel Glück, doch drum herum zu kommen.

  • Nur abgepacktes Wasser trinken und beim Öffnen unbedingt auf den Verschluss achten; es soll vorkommen, dass leere Flaschen wieder aufgefüllt werden. Jedoch haben wir bisher nur original verschlossene Flaschen erhalten. Das gilt natürlich auch für andere Getränke, auch muss man auf „verstecktes“ Wasser achten, so z.B. Eiswürfel und verdünnte Säfte.
  • Nur gekochtes oder frisch geschältes Essen verzehren. Es gibt da einen Merksatz: „Gekochtes und Geschältes kannst du essen, ansonsten musst du´s vergessen“. Na ja, irgendwie so ging der Satz.
  • Auf die Hygiene achten. Häufiger als zu Hause die Hände waschen, vor allem bevor man etwas essen möchte.
  • Sofern man immer verschont geblieben ist, gilt es weiterhin vorsichtig zu bleiben und sich nicht verleiten zu lassen doch Lebensmittel zu sich zu nehmen, die nicht abgekocht, abgepackt oder geschält wurden.Auch wenn man vorsichtig ist, kann es einen trotzdem erwischen. Dann sollte man auf jeden Fall ausreichend trinken und immer auf die Elektrolyte achten. Meine Ärztin hat mir gesagt: „Was raus will, muss raus!“ Daher einfach aussitzen und nur wenn es gar nicht mehr geht (unterwegs, im Zug usw.) auf Immodium Accut ausweichen.
    Für genauere Infos kann ich das „Merkblatt für Beschäftigte und Reisende – Durchfall (Diarrhoe)“ vom Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfehlen.
  • To the Lighthouse

    Am Dienstag haben wir uns ein Doppelkajak geliehen und sind zum Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Havelock Island gepaddelt. Dort ist nämlich ein weiterer guter Ort zum Schnorcheln. Das Paddeln allein hat schon Spaß gemacht. Wir hatten quasi unseren eigenen kleinen Privatstrand und haben den Tag mit Schnorcheln und Rumliegen verbracht bzw. Christof lag rum und hat „mein“ Buch, was ich mir in Bangalore gekauft habe, gelesen und ich musste mich zwischen den Tauchgängen selbst beschäftigen. Nachmittags, so gegen drei, sind wir wieder zurückgepaddelt. Wir können die Kajaktour wirklich jedem nur empfehlen. Die Schnorchelgründe sind super und auch das Paddeln macht viel Spaß. Das Kajak haben wir uns bei Barefoot Eco-Tours im Dorf Nr. 1 gemietet, 6 Stunden für 1250 Rs.
    Abends waren wir noch im „Red Snapper“, dem Restaurant vom Wild Orchid, essen. Es gab wieder eine sehr gute Auswahl an Fischgerichten; besonders empfehlenswert ist das „Bengali Fish Fry“. Das Restaurant an sich ist schon schön, ein doppelstöckiges Gebäude aus Holz und Bambus mit einem Palmendach. Da es von allen Seiten offen ist weht eine kühle Brise. Vor dem Eingang zum Restaurant soll man seine Schuhe ausziehen (wie auch in vielen Geschäften auf Havelock) und als wir fertig waren, gab es mittlerweile so viele Schuhe, dass man kaum noch rausgehen konnte, ohne über die Schuhe der anderen Gäste zu laufen.

    Elephant Beach

    Nun mit einem Roller ausgerüstet, hatten wir uns am Sonntag zur Aufgabe gemacht, den Weg zum Elephant Beach zu finden. Nachdem wir schon eine Weile gefahren waren, haben wir mal einige Leute gefragt, die uns als Richtungsanweisung „kleine Hütte, großer Baum“ genannt haben. Wenig später haben wir tatsächlich die kleine Hütte mit dem großen Baum gefunden. Danach mussten wir uns nur noch entscheiden, ob wir den rechten oder den linken Trampelpfad nehmen. Wir haben uns für den linken entschieden, was auch die richtige Wahl war. Man muss sich auf dem Weg zum Elephant Beach eigentlich immer nur links halten, denn es kommen noch ein paar Weggabelungen. Die halbstündige Wanderung durch Feld und Dschungel ist zwar anstrengend und schweißtreibend, aber ein Erlebnis für sich. Ständig raschelt es in den Blättern und wenn man schnell genug ist, kann man kleine Geckos erkennen. Kurz vor dem Strand kommt ein sumpfartiges Stück, das bei Flut vollkommen überflutet ist. Wir hatten Glück und das Wasser war schon so weit zurückgegangen, dass man trockenen Fußes zum Strand gelangen konnte. Am Elephant Beach kann man noch sehr gut die Folgen des Tsunamis sehen. Es gibt viele tote und umgestürzte Bäume, aber so langsam beginnt es wieder zu wachsen. Am Anfang war der Wellengang noch sehr stark, was das Schnorcheln schwierig gemacht hat. Nach einer Stunde hatte sich das aber gelegt und wir haben es an einer anderen Stelle, dort wo auch die Tourenboote anlegen, noch mal probiert. Dort haben wir zum ersten Mal richtige Korallenriffe gesehen, ganze Schwärme von kleinen Fischen und einzelne sehr große Fische. Als langsam die Flut wieder kam, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Leider konnten wir dort nicht so viele Fotos machen, da der Akku leer war und wir keinen Ersatzakku dabei hatten. Genauso hatten wir Handtücher vergessen, daher mussten wir so lange warten, bis die Sonne uns getrocknet hatte.
    Abends waren wir noch in dem Restaurant von Emerald Gecko, der Unterkunft, wo wir eigentlich übernachten wollten, essen. Das super leckere Red Snapper Fillet hat allerdings unsere Tagesausgaben sehr erhöht. Für das Abendessen haben wir 630 Rs bezahlt. Das ist schon relativ teuer, hat sich aber gelohnt.
    Als wir dann noch im Dorf Nr. 3 ein paar Flaschen Wasser kaufen wollten, war fast im gesamten Dorf der Strom ausgefallen. Das war auch eine sehr interessante Erfahrung. Überhaupt fällt der Strom hier sehr häufig aus. An unserem ersten Abend in unserer Unterkunft, dem Sea Shells, hatten wir bestimmt 6 Stromausfälle.

    Radha Nagar Beach

    Am Sonntag wollten wir mal einen der Schnorchel Top Spots ausprobieren, den Elephant Beach. Da bei dem Rollerverleih unseres Vertrauens alle Roller ausgeliehen waren, haben wir uns Fahrräder geliehen, in der Annahme, dass der Weg schon nicht so lang sein wird. Den Elephant Beach kann man nur über einen Trampelpfad durch den Dschungel erreichen und der Zugang zu diesem Pfad sollte laut Lonely Planet auch gut ausgeschildert sein. Wir haben uns also in der Mittagshitze abgequält und mussten auch feststellen, dass die Insel leider überhaupt nicht flach, sondern sehr hügelig ist. Wir sind also geradelt und geradelt und sind am Ende nicht am Elephant Beach, sondern auf der anderen Seite der Insel gelandet, am berühmten Radha Naghar Beach. Dieser Strand ist zwar nichts zum Schnorcheln, aber zum Schwimmen ist er super. Es ist einfach atemberaubend. Ein sehr langer weißer Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser und kaum Menschen. Ich glaube die Fotos sprechen für sich (Sobald wir eine Gelegenheit finden diese hochzuladen; was Internet angeht ist die Insel zur Zeit von der Außenwelt abgeschnitten). Der Rückweg war nicht mehr ganz so anstrengend, dafür aber etwas beängstigend. Mit den frei laufenden Hunden hatten wir bisher noch nie Probleme, weder am Strand, noch in der Stadt. Am Strand sind sie manchmal etwas anhänglich und laufen hinter einem her und in der Stadt/Dorf meiden sie einen eigentlich. Auf dem Rückweg von Radha Nagar Beach muss man an ein paar Häusern vorbei. Die Hunde dort scheinen einen sehr ausgeprägten Revierverteidigungsinstinkt zu haben. Als wir vorbeigefahren sind, hat mich ein Hund bellend verfolgt und ich habe schon fast seine Zähne in meinen Waden gesehen. Zum Glück hat er irgendwann die Verfolgung aufgegeben. Danach haben wir uns erstmal ein paar Steinchen in die Hosentasche gesteckt; man weiß ja nie.
    Abends haben wir unsere Fahrräder gegen einen Roller ausgetauscht und waren dann noch essen. Wir haben unser absolutes Lieblings“restaurant“ gefunden. Wir hatten keine Ahnung, was wir bestellt hatten, aber es war super lecker. Da die in unserem Hotel für das Frühstück 500 Rs berechnen, was bei dem Frühstücksangebot nun wirklich nicht gerechtfertigt ist, waren wir am Sonntag morgen wieder in dem Restaurant und haben die besten Bananenpfannkuchen gegessen. Mit Tee und einer Flasche Wasser hat uns dieses sättigende Frühstück gerade mal 95 Rs gekostet.

    Fähre nach Havelock Island

    Am Samstagmorgen lief alles etwas chaotisch ab. Nach nur wenigen Stunden Schlaf sind wir wieder um 4:30 Uhr aufgestanden, um die erste Fähre nach Havelock zu bekommen. Eigentlich hätten wir genug Zeit gehabt, wenn sich nicht fast alle Geldautomaten in Port Blair gegen uns verschworen hätten (Havelock Island hat keine Geldautomaten!). Nach 5 Anläufen hatten wir dann auch endlich einen Geldautomaten gefunden, der uns Geld ausgegeben hat. In der Annahme, dass die Fähre um 6:15 oder 6:30 geht, sind wir in aller Ruhe zum Ticket Office und haben unsere Tickets gekauft. Und dann ist wieder das passiert, was einem in Indien häufiger passiert: Man fragt nach dem Weg, in unserem Fall der Weg zur richtigen Fähre, und wird in eine falsche Richtung geschickt. Mit Entsetzen mussten wir dann um 5:50 Uhr feststellen, dass unsere Fähre an einem ganz anderen Dock, natürlich die Anlegestelle am weitesten von uns weg, und bereits um 6 ablegt. Wir sind also bei ca. 30 Grad mit 12-15 kg Gepäck und ohne Frühstück bis zur Fähre gerannt. Danach waren wir erstmal völlig erledigt!
    Nachdem wir gestern vergeblich versucht haben, bei Emerald Gecko uns eine Hütte zu buchen (Probleme mit der Telefonleitung; hier gibt es nicht viele Leitungen und alle waren anscheinend besetzt), mussten wir heute, nach unserer 4-stündigen Fahrt mit der Fähre feststellen, dass dort alles voll belegt ist. Ausnahmsweise haben wir dann mal auf den Rikshawfahrer gehört, der uns zu einer echt netten Unterkunft gefahren hat. Hier haben wir eine wunderschöne Hütte, fast direkt am Strand.
    Nach einer kurzen Begutachtung des Strandes stand für uns ganz schnell fest, dass wir die Badehosen anziehen und die Schnorchelsachen aus dem Rucksack kramen mussten. Obwohl das hier kein Schnorchel Top Spot ist, waren wir bereits begeistert. So viele, auch große Fische, in sooo vielen bunten Farben. Einfach großartig! Und das alles umrahmt von Palmen und Meerwasser in Badewannentemperatur. Auf jeden Fall werden wir die Tage mal eine Schnorchel-Tour buchen.
    Nachdem wir uns den Rest des Tages noch etwas erholt haben, sind wir abends ins Dorf Nr. 3 gegangen (die Dörfer auf der Insel haben keine Namen, nur Nummern). Ein sehr kleines Dorf, in dem es aber wahrscheinlich alles gibt, was man braucht. Hier haben wir auch eine zweite Bananensorte kennengelernt. In Bangalore haben wir immer kleine dünne, sehr süße Bananen gegessen. Hier gibt es kleine, sehr dicke Bananen, die wir verdientermaßen Banana-Split-Bananen getauft haben. Sie sind einfach super lecker! Ob wir jemals wieder „deutsche“ Bananen essen können?

    Wir sind auf den Andamanen!

    Heute ist alles super gelaufen, zunächst sind wir morgens aufgestanden und mit dem Local Train zum Flughafen gefahren. Die Local Trains sind wirklich ein Erlebnis, es gibt keine Fensterscheiben sonder Gitterstäbe, was bei dem Wetter aber auch wirklich viel besser ist. Zudem gibt es keine Türen. In überfüllten Waggons stehen dann schon mal einige fast außerhalb des Zuges.

    Am Flughafen geht es ein wenig chaotisch zu, aber wir haben unseren Weg gefunden und sind dann nach zweistündigem Flug in Port Blair gelandet. Der Flughafen von Port Blair ist der einzige Flughafen, den wir kennen, dessen Landebahn eine Straße kreuzt. Bei Starts und Landungen wird der Verkehr durch eine Schranke geregelt.

    Bei der Hotelsuche hatten wir heute nicht so viel Glück. So hat uns erst die dritte Unterkunft zugesagt. Die zwei anderen waren dreckig und zudem völlig überteuert. Jetzt haben wir ein sauberes und halb so teures Zimmer, allerdings gibt es hier nicht permanent fließendes Wasser. Es gibt spezielle Uhrzeiten morgens und abends und für die Zeit dazwischen und das Klo einen riesen Bottich mit Wasser. Check out ist übrigens um sieben Uhr morgens! Was aber hier anscheinend üblich ist; bei den anderen Unterkünften war es acht Uhr. Morgen macht es uns aber nicht wirklich etwas aus, da wir schon sehr früh aufstehen, um die erste Fähre (6:30) nach Havelock Island zu nehmen, wo wir dann endlich am Strand liegen und relaxen können. Schnorchel haben wir übrigens heute auch schon gekauft.

    Wie die Internetverbindung sein wird, wissen wir nicht, also nicht wundern, wenn wir die nächsten Tage nichts mehr schreiben. Uns geht es bestimmt mehr als gut!