Wandern in Oberammergau

Im Jahr 2014 hat uns das Wanderfieber gepackt. Nachdem wir im April auf Sardinien einige sehr schöne Wege gegangen sind, haben wir uns Anfang September an die Ammergauer Alpen gewagt. Dabei haben wir den Kofel, den Hausberg Oberammergaus, erklommen, und in einer sehr steilen Almwanderung die Hörnlegipfel unsicher gemacht. Zwar waren die Wanderungen weit von alpinen Anforderungen entfernt, aber für uns, die wir oberhalb des Weißwurst-Äquators leben, eine tolle Erfahrung.

Oberammergau – Kofel – Kolbensattel

Direkt vom Hotel aus ging es entlang der Ammer zum Aufstieg, der sich in schier unendlichen Serpentinen den Hang hinaufzog. Nach einer kurzen Rast am Kofelsattel haben wir uns dann an den richtigen Aufstieg gemacht. Da der Weg als Klettersteig markiert ist, gibt es überall Stahlseile – und das ist auch gut so. Denn am Kofel sterben regelmäßig Menschen, zuletzt sogar erst 2 Wochen vor unserer Wanderung!

Nach einiger Kraxelei und zahlreichem Gegenverkehr (auch das sollte man am Kofel berücksichtigen), haben wir endlich unseren ersten Gipfel in Deutschland bezwungen. Die Aussicht war einfach grandios! Da allerdings Wolken aufzogen und das erste Donnergrollen zu hören war, haben wir uns schnell an den Abstieg gemacht. Wieder auf dem Kofelsattel angekommen, hat es richtig angefangen zu regnen. In der Hoffnung, dass das nur ein kurzer Schauer ist, haben wir uns auf den Weg zur Kolbenalm gemacht. Leider hat es die ganze Zeit durchgeregnet… Zum Glück waren wir gut vorbereitet. Es gab aber auch zahlreiche Ausflügler (Wanderer möchte ich sie eigentlich nicht nennen), die nur in kurzer Hose, T-Shirt und Turnschuhen unterwegs waren.

Auf dem Kolbensattel angekommen, haben wir erst eine Rast in der Hütte eingelegt und dann mit dem Alpine Coaster ins Tal zurückgebrettert. Nicht ganz billig der Spaß (6,50 € p.P.), aber das Geld ist es allemal wert!

 

Unterammergau – Hörnlealm – Hinteres Hörnle – Mittleres Hörnle – Vorderes Hörnle – Bad Kohlgrub

Von Unterammergau ging es durch grüne Wiesen leicht bergauf, vorbei an einer Kapelle, bis man durch ein Gatter die Alm erreicht. Von nun an hieß es stetig bergauf! Schnell habe ich die Serpentinen und Wälder vom Vortag herbeigesehnt, denn jeder Schritt ging steil bergauf und das bei sengender Sonne, mit der wir gar nicht mehr gerechnet hatten (und natürlich auch keine Sonnencreme eingepackt hatten).

Immer mal wieder neugierig von Kühen beäugt, sind wir endlich oben angekommen und haben uns dann die drei Gipfel nacheinander vorgeknöpft. In einer Almwirtschaft gab es kleinere Snacks, Kuchen und Getränke, eine professionell bewirtschaftete Hütte gibt es auf dem Vorderen Hörnle in der Nähe der Seilbahn.

Der Abstieg nach Bad Kohlgrub war noch mal eine Herausforderung für sich. Der Weg ist sehr steil ist und voller Steine und Felsstückchen, auf denen man leicht ausrutschen kann. Hier sollte man, auch wenn es körperlich nicht sonderlich anstrengend ist, konzentriert bleiben.

Ein Gedanke zu “Wandern in Oberammergau

  1. wow, das ist toll, ich freue mich jetzt darauf die Berge zu sehen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>