Unsere Zeit in Kenting neigt sich dem Ende zu. Viele Fotos gibt es nicht, weil wir die ersten Tage nur am Pool lagen und die letzten zwei Tage das Wetter recht schlecht war bzw. wir nichts unternommen haben. In einer Regenpause haben wir uns gestern aber mal rausgetraut und sind mit dem Roller ein wenig durch die Gegend gedüst. Leider wurden wir dabei immer von Busladungen voller Touristen begleitet, was eher weniger Spaß gemacht hat. Die Highlights Kentings sollte man sich nicht am Samstagmittag anschauen.
Abends sind wir noch zu den natürlichen Feuern von Chuhuo gefahren. Dort haben wir Popcorn gemacht. Ein Riesenspaß! Nach einigen Umwegen über dunkle Landstraßen und der Sichtung eines großen braunen Tieres, das wir nicht wirklich zuordnen können, sind wir wieder in Kenting gelandet, wo gerade ein Umzug stattfand. Also haben wir uns mit ins Getümmel gestürzt. Irgendein wichtiger Politiker hat uns dann noch die Hand geschüttelt, aber wir haben keine Ahnung, wer das war. Vielleicht finden wir es ja noch raus.
Auf nach Tainan
Krank
Christof hat sich eine fiese Erkältung eingefangen. Wahrscheinlich war der kalte Wind beim Rollerfahren in der Taroko-Schlucht nicht so gut. Daher macht es auch nichts, dass das Wetter heute nicht so gut ist. Dafür lagen wir gestern den ganzen Tag in der Sonne.
Kenting
Wenn ihr in den nächsten Tagen nicht mehr allzu viel von uns hört, dann liegt das daran, dass wir faul am Pool chillen, am Strand sitzen, mit dem Roller durch die Gegend düsen und das super Wetter genießen. Hier unser Ausblick vom Balkon.

Kaohsiung
Seit Montagabend sind wir in Kaohsiung, der zweitgrößten Stadt Taiwans. Wir waren uns lange nicht einig, ob uns die Stadt nun gefällt oder nicht. Es ist laut, extrem schwül (32 Grad, 94 % Luftfeuchtigkeit) und sich auf Englisch zu verständigen, ist echt nicht einfach. Hier helfen oft wirklich nur Hände, Füße und Zeichnungen. Die Taxifahrer sind hier ähnlich wie in Chennai. Ständig wird man angesprochen, aber wirklich Ahnung, wohin mal will, haben sie nicht. Hauptsache die Touris sitzen im Taxi und das Taxameter läuft…
Nachdem wir gestern so einige abenteuerliche Busfahrten hinter uns gebracht haben, sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass die Stadt nicht schlecht ist. Die Nachtmärkte sind sehr viel aufgeräumter und übersichtlicher als in Taipei. An einem Stand mit Innereien gab es sogar Bilder mit englischen Bildunterschriften. So weiß man dann wenigstens, was man isst (auch wenn man es vielleicht lieber nicht wissen möchte). Die Verkäufer auf den Nachtmärkten stürmen nicht gleich auf einen zu, wenn man sich etwas anguckt, sondern lassen einem Zeit, was echt angenehm ist. Auch scheinen mir die Läden hier etwas stylischer als in Taipei. Manchmal schien uns die Stadt allerdings zu groß angelegt. Es gibt riesige Straßen mit acht Spuren, super moderne, riesige Metrostationen, dafür allerdings zu wenige Autos bzw. Mitfahrer. Als wir das erste Mal mit der Metro gefahren sind, war es so leer, dass es schon fast gruselig war.
In Kaohsiung haben wir uns das buddhistische Kloster in Foguangshan angeschaut mit seiner 36 Meter hohen Buddha-Statue. Danach sind wir zum Lotussee gefahren. Zurück in der Stadt haben wir dann noch ein bisschen die Nachtmärkte unsicher gemacht. Heute geht es dann weiter in den Süden, nach Kenting.
Geburtstag in Taiwan
Heute morgen wurde ich von Doris mit einem super-duper Kuchen überrascht. In Taiwan gibt es zahlreiche Bäckereien bzw.Konditoreien (so richtig gibt es hier keinen Unterschied, nur das es hier kein “richtiges“ Brot gibt) wo es reichlich leckere Backwaren und Kuchen gibt. Vor Allem sind hier alle Backwaren fluffig und sehr aufwendig gestaltet.
Ich finde Doris hat einen ganz besonders tollen Kuchen erwischt.
Und wer sich in Deutschland über die anscheinend immer früher angebotenen Weihnachtsleckereien wundert, sollte mal nach Taiwan kommen. Unser Hotel ist schon weihnachtlich dekoriert und der Bäcker macht auch nicht halt, der Kuchen war in einem “Merry Christmas “ Karton verpackt.
Und der Kuchen war wirklich lecker, jetzt geht es aber erst einmal zum Frühstück auf der Dachterrasse mit Garten.



Gleich geht’s in den Süden
Um 13:34 Uhr (bei euch dann 7:34) geht es mit dem Zug nach Taitung. Heute ist das Wetter auch echt richtig mies. Ein Tag, den man getrost im Zug verbringen kann! In Kaohsiung wird auch erst mal besseres Mückenschutzzeug gekauft. Die taiwanesischen Mücken scheinen sich nämlich einen Dreck um deutsches Mückenabwehrmittel zu scheren. Wir sind beide ziemlich zerstochen. Nicht bloß kleine Mückenstiche, sondern große rote Flatschen (bitte eine Runde Mitleid).
Hier noch nachgeliefert die Fotos von gestern.
Chengchun Shrine Trail
Die beste und auch anstrengendste Wanderung war gestern der Wanderweg zum “Eternal Spring Shrine”, dem “Schrein des ewigen Frühlings”. Für die rund 1,9 Kilometer wurde eine Dauer von einer Stunde angegeben, was uns ziemlich viel schien. Was wir da aber noch nicht wussten: Die ersten 500 Meter sind fast nur Höhenmeter. Bei schwül-warmen 26 Grad haben wir die zahlreichen, in den Stein gehauenen Stufen erklommen und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt! Am Ende des Trails gab es noch etwas “Indiana-Jones-Feeling” auf einer Hängebrücke.
Heute war das Wetter leider sehr schlecht. Es hat viel geregnet und windig war es auch. Eine Regenpause haben Christof und ich dann genutzt, um uns die Klippen anzuschauen. Fotos davon werden nachgeliefert.
Was unsere Reisepläne angeht: Wir haben noch Tickets Richtung Süden bekommen und werden somit den ganzen Montag im Zug verbringen. Um 13:30 Uhr geht es in Xincheng los und um 21:30 Uhr kommen wir an. Zum Glück konnten wir das Hotel in Kaohsiung umbuchen. Nur am Sonne-Mond-See ist bei “unserem” Hotel nichts mehr frei. Mal schauen, dass wir irgendwas anderes finden.
Alle Planung umsonst!
Das Wetter ist endlich besser geworden! So weit die guten Nachrichten. Nun zu den schlechten: Gestern Nachmittag gab es einen Erdrutsch in der Tarokoschlucht und wir können nicht mehr über den Central Cross Island Highway zum Sonne-Mond-See fahren. Auch über Taipei können wir nicht zum See, weil am Montag Nationalfeiertag ist und alle Züge hoffnungslos ausgebucht sind. Ein Tag länger in der Tarokoschlucht lohnt sich auch nicht, da alle coolen Wanderwege hinter dem Erdrutsch liegen. Heute haben wir schon so ziemlich alles abgegrast, was ging. Jetzt versuchen wir Zugtickets in den Süden zu bekommen. Unsere ganze Planung ist auf den Kopf gestellt!
Zum Glück sind wir gestern nur den Shakadang-Trail gelaufen. Sonst säßen wir jetzt vielleicht in den Bergen fest.
Total beeindruckend: Taroko-Schlucht
Gestern sind wir zum ersten Mal Bahn gefahren. Obwohl wir den günstigsten Zug nach Xincheng genommen haben (rund 650 NTD, ca. 17 Euro für beide), war die Fahrt äußerst angenehm. Die Beinfreiheit war größer als im Flugzeug, die Rückenlehne konnte man so weit runterklappen, dass man fast lag und Essen hätten wir auch kaufen können. In Xincheng angekommen, sind wir erstmal zu unserem B&B. Nach ein paar Missverständnisse, die die Stimmung leider etwas getrübt haben, konnten wir auf unser Zimmer und es ist echt der Hammer! Schon fast Luxushotel.
Nach einer kurzen Verschnaufspause ging es dann mit Mountainbikes (gibt es umsonst) in die Taroko-Schlucht. Alle Asiaten sind mit riesigen Buskolonnen angereist und wir waren die einzigen, die sich einen abgestrampelt haben. Aber es hat sich gelohnt! Die Tarokoschlucht ist einfach nur gigantisch. Das Wasser hat eine so schöne blaue Farbe, dass man am liebsten gleich reinspringen möchte (was bei der Strömung aber eher einem Selbstmordkommando gleichen würde). Die Vegetation ist großartig: Überall wachsen Pflanzen, die wir in Deutschland als Zimmerpflanzen halten.
Unsere Reisepläne haben sich noch etwas geändert. Eigentlich wollten wir ja schon in Taipei ein Auto mieten. Da das Auto aber zum Rumstehen zu viel Geld kostet, wollten wir nun in Hualien eins mieten. Aber Pustekuchen! Wegen des Nationalfeiertags am Montag gibt es keine Autos mehr… Ich hoffe, dass wir uns noch einen Fahrer besorgen können, denn die Zugtickets sollen auch schon ausgebucht sein.
Heute waren wir schnell unterwegs
Heute haben wir nicht viel unternommen, als wir morgens feststellten, dass das Wetter gut ist und sogar die Sonne scheint, haben wir die Chance genutzt und sind zum 101 gefahren. Der 101 war bis zum Jahr 2010 der höchste Wolkenkratzer der Welt und wird zurzeit nur vom Burj Khalifa in Dubai übertroffen. Aber auch wenn der 101 nicht mehr das höchste Gebäude der Welt ist, hat er noch immer die schnellsten Aufzüge der Welt. Mit rund 16,8 Metern pro Sekunde (60 km/h) sind wir heute in den 89. Stock gefahren. Ganz schön beeindruckend! Von oben hat man dann eine schöne Aussicht über Taipei.
Abends gab es dann noch einige interessante “Leckereien”. Unter anderem haben wir heute eine taiwanesische Spezialität probiert: Entenzungen. Besser fand ich aber die Entenbürzel.




































































































