Tipps für Sardinien

Als totale Italien-Neulinge haben wir doch so einiges gelernt, was wir anderen Reisenden gerne mit auf den Weg geben möchten. Da wir nur im Norden Sardiniens unterwegs waren, wissen wir nicht, wie es im Süden mit den Tipps aussieht. Hier also unsere Empfehlungen:

  1. Bringt lieber zu viel Sonnenmilch aus Deutschland mit, als zu wenig! Wir Deutschen sind von Drogeriemärkten wie dm und Co. wahrscheinlich viel zu verwöhnt. Preise ab 14,90 Euro für eine Flasche Nivea Sonnenmilch haben uns ziemlich geschockt.
  2. Mehr Zeit für Autofahrten einplanen! Als wir unsere Wanderungen geplant haben, haben wir zu wenig die inseltypsche Verkehrsinfrastruktur berücksichtigt. Einerseits gibt es nämlich keine Autobahnen und andererseits kann man Serpentinen nicht mit 100 km/h hoch- bzw. runterfahren. Theoretisch kann man das natürlich schon. Allerdings sollten die Beifahrer dann einen sehr resistenten Magen besitzen… Lange Rede, kurzer Sinn: Wer vorher schon weiß, dass er eher im Nordosten unterwegs sein wird, sollte sich dort eine Unterkunft suchen. Das ist entspannter, als jeden Tag 3 Stunden mit dem Auto durch die Gegend zu gurken.
  3. Was wir leider total vergessen haben, waren Tupperdosen für den täglichen Proviant. In den Supermärkten in Alghero haben wir zwar Plastikdosen gefunden, allerdings ließen sich diese nicht wirklich gut verschließen.
  4. Wir haben verschieden Apps zur Navigation ausprobiert und jedes System hat so seine Vor- und Nachteile. Im Endeffekt war GoogleMaps am besten bzw. einfach am aktuellsten. Bei Navigon hatten wir die aktuelle Version und dennoch waren die Karten veraltet. So wurden wir über holperige Feldwege geleitet, obwohl ein paar Meter weiter eine gut ausgebaute Straße zum Capo Testa geführt hat. Allerdings hat auch Goolge seine Tücken. So hatten wir in Sassari plötzlich keinen Empfang mehr und wussten auch nicht so recht, wo es langgeht. Eine gute alte Karte als Backup ist sicher nicht verkehrt.
  5. Wenn man schon mal durch Sassari fährt (was bei uns fast jeden Tag der Fall war), sollte man unbedingt bei Decathlon Halt machen. Dort gibt es allerlei Outdoor- und Sport-Kleidung/-Equipment zu super günstigen Preisen. Natürlich haben die Sachen zum Teil nicht die beste Qualität, aber das kann man bei den Preisen auch nicht erwarten.
  6. Was man bei längeren Autofahrten auch bedenken sollte, ist, dass es auf Sardinien kaum Raststätten an den autobahnähnlichen Landstraßen gibt. Fürs Tanken muss man also eventuell in kleine Dörfer ausweichen, wo das Benzin noch teurer ist, und auch die Toilettenauswahl ist damit sehr beschränkt.
  7. Nehmt auf die Wanderungen auf jeden Fall ausreichend Getränke mit! Oft gibt es unterwegs keine Möglichkeit seine Proviant- oder Wasservorräte aufzufüllen.
  8. Lange Hosen sind bei vielen Wanderungen selbst bei warmen Temperaturen die beste Wahl. Zip-Hosen bieten sich hier auch an. Wenn man sich nämlich mit kurzen Hosen in die Macchia begibt, kann es sehr gut sein, dass die Beine danach aussehen, als hätte man mit einem Bären gekämpft, mal ganz von den Stacheln abgesehen, die man noch aus der Haut pulen darf (insbesondere bei den Wanderungen am Torre della Pegno und Punta Giugantinu).
  9. Gerade für die Wanderung auf der Finis-Halbinsel ist ein Mückenschutz zu empfehlen. Obwohl es erst April war, gab es an manchen Wegabschnitten richtige Mückenschwärme. Obwohl wir recht zügig durchgewandert sind, hatten wir am Abend mehrere richtig dicke rote Mückenstiche.
  10. Gerade im Frühling sollte man auf jedes Wetter gefasst sein. Während es in windgeschützten Buchten schon sommerlich warm ist, kann es in höheren Lagen oder an den Klippen noch recht frisch und sehr windig sein. Am krassesten war der Unterschied zwischen dem Capo Testa und der Punta Giugantinu.

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