Wanderführer Sardinien

Sardinien bietet für jeden Anspruch die richtige Wanderung. Abgesehen von der großen Hitze des Sommers ist die Insel ein wahres Paradies für Aktivurlauber.

Professioneller Wanderführer mit einer großen Auswahl an Touren von einfach bis schwierig inklusive GPS-Daten. Ob die Wegbeschreibungen gut sind oder nicht, wird sich noch zeigen. Prinzipiell gibt es jedoch relativ wenig Touren für den Norden (11 von 63). Eine Übersichtskarte mit allen Touren wäre schön. Die Zielgruppe des Rother Wanderführers sind klar erfahrene Wanderer. Seiten: 264, Gewicht: 266 g.

Praxistest: Der Rother-Wanderführer hat sich als der beste erwiesen. Besonders beeindruckend waren für uns die Tour 4 (Vom Monte Tinnari zur Costa Paradiso), Tour 5 (Valle della Luna – Capo Testa) und Tour 10 (Monte Limbara) mit Aufstieg zum Punta Giugantinu. Die Wegbeschreibungen sind gut, auch wenn mancher Weg im Frühjahr eher ein Bächlein ist. Mit den GPS-Daten findet man sich im Gelände aber ganz gut zurecht. Schwierigkeitsgrade und Dauern sind realistisch, allerdings müssen Pausen noch berücksichtigt werden, da hier nur die Gehzeiten angegeben sind.

 

 

Der Wanderführer von Dumont aktiv brüstet sich damit, exakte Karten für 35 Touren zu liefern. Darauf bin ich mal gespannt. Leider gibt es hier keine GPS-Daten zum Runterladen. Die Wegbeschreibungen und Höhenprofile sehen allerdings ganz gut aus. Texte und Fotos machen schon jetzt Lust aufs Wandern. Nachteilig ist hier, dass die Routen nicht im Inhaltsverzeichnis übersichtlich nach Regionen aufgelistet sind, sondern im Uhrzeigersinn einmal um die Insel gehen. Von der Übersichtskarte her ist außerdem nicht zu erkennen, welchen Schwierigkeitsgrad die Tour hat. Seiten: 156, Gewicht: 202 g.

 

 

Bruckmanns Wanderführer bietet 40 Touren und GPS-Daten zum Download. Ähnlich wie bei den beiden anderen Büchern gibt es drei Schwierigkeitsgrade, wobei die einfachen Routen auch oft recht kurz sind. Die kürzeste Tour am Capo d’Orso dauert nur 50 Minuten. Wir haben vor, diese mit der Tour am Capo Testa (1:30 h) zu verbinden. Auf der Übersichtskarte werden die Touren direkt mit ihrem Schwierigkeitsgrad angezeigt, was ein großer Vorteil ist. Außerdem werden fachliche Begriffe wie “exponierte Wegstellen” erklärt und sind somit auch für Nicht-Alpinisten verständlich. Seiten: 167, Gewicht: 225 g.

Praxistest: Von diesem Büchlein hatte ich mir mehr erwartet. Besonders enttäuschend war die “Wanderung” zum Capo d’Orso. Fürs Parken müssen zwei Euro gezahlte werden plus zwei Euro pro Person Eintritt, um dann einen gepflasterten Weg zum Felsen hochzugehen, denn man noch nicht mal so sehen kann, wie er auf allen Bildern zu sehen ist. Selbst mit ausgedehnter Fotopause braucht man dafür keine 50 Minuten – den Aufstieg zum Kölner Dom würde ich schließlich auch nicht als leichten Klettersteig bezeichnen! Auch die Tour 15 (An den Falesie von Sinis) war eher mäßig. Den Startpunkt konnten wir zunächst nicht erreichen, weil die Straße permanent gesperrt ist und auch der Anfang der Route ist eigentlich für Fußgänger Tabu. Auch wird kein Wort davon erwähnt, dass man zunächst neben einem 2 Meter hohen Drahtzaun entlang geht. Manche Stellen waren zudem wahre Brutparadiese für Mücken. Jeder von uns hat bestimmt 5-6 Mückenstiche mitgenommen, obwohl wir dort zügig durchgegangen sind. Auf jeden Fall Autan o.ä. mitnehmen! Die Strandabschnitte zum Ende sind allerdings sehr schön. Weiterer Minuspunkt: Die GPS-Daten sind immer um einige Meter von den tatsächlichen Wegen verschoben. Auch finde ich die Wegbeschreibungen nicht sonderlich aufschlussreich: Es werden keine markanten Wegpunkte, Felsformationen oder ähnliches zur Orientierung geboten.

 

 

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