Die erste Zugfahrt

Morgen startet unsere erste Zugfahrt in Indien; von Bangalore geht es nach Chennai. Da wir in Bangalore viel mehr damit beschäftigt waren, unsere Weiterreise zu planen und uns an Indien zu gewöhnen, hatten wir nicht wirklich viel Zeit zum Sightseeing. Das soll sich in aber ab Chennai ändern. In Bangalore haben wir Professor Ramakrishnan besucht, der uns am Montag seine Arbeitsgruppe und den Campus gezeigt hat und uns am Dienstag zum Dinner eingeladen hatte. Bereits beim gemeinsamen Mittagessen am Montag hat er uns viele Gerichte der indischen Küche erklärt. Beim Abendessen gestern Abend hat er uns dann noch gezeigt wie man richtig mit den Fingern isst.
Morgen früh geht es um 6 Uhr los. Das heißt also richtig früh aufstehen (der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt in der Sommerzeit 3 Stunden; bei euch ist es dann also 3 Uhr nachts). Um 11 Uhr kommen wir dann in Chennai an.
Wir hoffen, dass wir morgen eine Möglichkeit finden, die ersten Fotos von Bangalore hochzuladen. Allzu viele Fotos haben wir bisher aber noch nicht gemacht.

Wir sind in Indien angekommen!

Jetzt sind wir also endlich in Indien und die ersten Eindrücke sind so vielfältig, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Die Suche nach einem Internetcafé hat sich als schwieriger herausgestellt als erwartet. Das lag jedoch sicherlich an unseren Ansprüchen, gerne hätten wir ein Café gefunden, welches WiFi anbietet und wo man gleichzeitig einen schönen Tee trinken kann. Diese Kombination gibt es jedoch in Bangalore (IT-City No. 1) anscheinend nicht. Außerdem sind die Häuserfronten derart mit Plakaten und Werbung überflutet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Aber langsam gewöhnen wir uns an diese Reizüberflutung.

Aber was sind unsere ersten Eindrücke?

  1. Wunderbares Sommerwetter (35°C mit einem stetigen kühlen Wind). Zum Glück konnten wir das Regenwetter, welches uns bis Dubai verfolgt hat, abhängen.
  2. Der Verkehr in Indien ist ein Erlebnis für sich. Ein perfekt organisiertes Chaos. Ich bin immer wieder überrascht, dass hier nicht ständig Unfälle passieren. Aber es funktioniert einfach!
  3. Taxifahrer haben die beste indische Musik und beschallen ihre Fahrgäste sehr gerne; auch mit ihrem eigenem Gesang. Der perfekte Anfang für die Fahrt vom Flughafen in die Stadt, um sich voll und ganz auf Indien einzustimmen.
  4. Rickshawfahrer wollen einen gar nicht übers Ohr hauen. Just kidding… Wollen sie doch! Aber es ist nicht ganz so schlimm wie erwartet.
  5. Tata, Coca Cola und Airtel gibt es überall.
  6. Die Menschen sind sehr freundlich, vor allem wenn sie einem anschließend noch etwas verkaufen können, aber nicht nur.
  7. Die Geruchskulisse ist nicht so schlimm wie erwartet, an einigen Ecken riecht es schon mal streng und abends wird die Luft durch den Smog etwas schwer.
  8. Hühner, Ziegen, Hunde und Kühe auf der Straße haben wir schon gesichtet. Was noch fehlt sind die Elefanten und Tiger, wobei wir lieber keinem Tiger auf der Straße begegnen möchten.