Letzter Tag auf Havelock

An unserem letzten Tag wollten wir eigentlich zuerst unser Ticket für die Fähre am Sonntag kaufen. Da das Internet aber seit Ende März auf Havelock nicht mehr funktioniert hat, ist es zurzeit nicht möglich, Tickets im Voraus zu bestellen (versteh einer die Logik; als wir die Tickets am nächsten Tag gekauft haben, wurde sowieso alles handschriftlich in ein Buch eingetragen).
Nachdem wir also keine Fährentickets gekauft hatten, sind wir erstmal wieder einen Bananenpfannkuchen frühstücken gefahren. Wir haben uns nämlich auf Havelock einen Roller gemietet und sind damit durch die Gegend gedüst. Nach dem Frühstück haben wir uns gestärkt auf große Shopping-Tour begeben. Resultat: viele neuen T-Shirts und eine Tasche.
Getrieben von Abenteuerlust wollten wir unbedingt mal herausfinden, wohin eine der der beiden Hauptstraßen auf Havelock führt bzw. wo sie endet. Also sind wir kilometerweit an wunderschönen Stränden vorbeigefahren. Irgendwann mussten wir feststellen, dass aus der Straße eine Schotterpiste wird, auf der wir ohne Jeep nicht hätten weiterfahren können. Unterwegs haben wir noch einen Abstecher zum Elephant Training Camp gemacht, was allerdings sehr enttäuschend war. Weit und breit keine Elefanten, nur Ziegen und Hunde. Vielleicht waren die Elefanten gerade bei einem Arbeitseinsatz im Dschungel.
Am frühen Nachmittag haben wir dann noch unsere Badesachen gepackt und sind zum Radha Nagar Beach gefahren, wo wir bis zum Sonnenuntergang geblieben sind.
Frisch geduscht sind wir dann abends ins Red Snapper gefahren und haben den Abend noch bei einem guten Essen ausklingen lassen. Als es mal wieder einen Stromausfall gab (wie gerade auch mal wieder hier im Internetcafe), kamen die Kellner direkt mit Kerzen an. Außerdem gab es an dem Abend Live-Musik, was zu einem wirklich perfekten Abschluss beigetragen hat.
Dazu hier noch die passenden Fotos.

Auch im Paradies regnet es

Während es am Donnerstag nur einige kräftige Schauer waren, nach denen die Sonne wieder raus kam, hat es gestern eigentlich fast ununterbrochen geregnet. Anscheinend hat uns das Regenwetter aus Dubai wieder eingeholt.
Das war aber auch nicht allzu schlimm, da Christof gestern mit dem “Delhi Belly” zu kämpfen hatte und so sein Aktionsradius doch sehr eingeschränkt war.
Heute sieht nicht nur das Wetter wieder besser aus, auch Christof geht es wieder besser. Da dies unser letzter Tag im Paradies ist, wissen wir gar nicht so recht, was wir noch alles machen wollen.

To the Lighthouse

Am Dienstag haben wir uns ein Doppelkajak geliehen und sind zum Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Havelock Island gepaddelt. Dort ist nämlich ein weiterer guter Ort zum Schnorcheln. Das Paddeln allein hat schon Spaß gemacht. Wir hatten quasi unseren eigenen kleinen Privatstrand und haben den Tag mit Schnorcheln und Rumliegen verbracht bzw. Christof lag rum und hat „mein“ Buch, was ich mir in Bangalore gekauft habe, gelesen und ich musste mich zwischen den Tauchgängen selbst beschäftigen. Nachmittags, so gegen drei, sind wir wieder zurückgepaddelt. Wir können die Kajaktour wirklich jedem nur empfehlen. Die Schnorchelgründe sind super und auch das Paddeln macht viel Spaß. Das Kajak haben wir uns bei Barefoot Eco-Tours im Dorf Nr. 1 gemietet, 6 Stunden für 1250 Rs.
Abends waren wir noch im „Red Snapper“, dem Restaurant vom Wild Orchid, essen. Es gab wieder eine sehr gute Auswahl an Fischgerichten; besonders empfehlenswert ist das „Bengali Fish Fry“. Das Restaurant an sich ist schon schön, ein doppelstöckiges Gebäude aus Holz und Bambus mit einem Palmendach. Da es von allen Seiten offen ist weht eine kühle Brise. Vor dem Eingang zum Restaurant soll man seine Schuhe ausziehen (wie auch in vielen Geschäften auf Havelock) und als wir fertig waren, gab es mittlerweile so viele Schuhe, dass man kaum noch rausgehen konnte, ohne über die Schuhe der anderen Gäste zu laufen.

Elephant Beach

Nun mit einem Roller ausgerüstet, hatten wir uns am Sonntag zur Aufgabe gemacht, den Weg zum Elephant Beach zu finden. Nachdem wir schon eine Weile gefahren waren, haben wir mal einige Leute gefragt, die uns als Richtungsanweisung „kleine Hütte, großer Baum“ genannt haben. Wenig später haben wir tatsächlich die kleine Hütte mit dem großen Baum gefunden. Danach mussten wir uns nur noch entscheiden, ob wir den rechten oder den linken Trampelpfad nehmen. Wir haben uns für den linken entschieden, was auch die richtige Wahl war. Man muss sich auf dem Weg zum Elephant Beach eigentlich immer nur links halten, denn es kommen noch ein paar Weggabelungen. Die halbstündige Wanderung durch Feld und Dschungel ist zwar anstrengend und schweißtreibend, aber ein Erlebnis für sich. Ständig raschelt es in den Blättern und wenn man schnell genug ist, kann man kleine Geckos erkennen. Kurz vor dem Strand kommt ein sumpfartiges Stück, das bei Flut vollkommen überflutet ist. Wir hatten Glück und das Wasser war schon so weit zurückgegangen, dass man trockenen Fußes zum Strand gelangen konnte. Am Elephant Beach kann man noch sehr gut die Folgen des Tsunamis sehen. Es gibt viele tote und umgestürzte Bäume, aber so langsam beginnt es wieder zu wachsen. Am Anfang war der Wellengang noch sehr stark, was das Schnorcheln schwierig gemacht hat. Nach einer Stunde hatte sich das aber gelegt und wir haben es an einer anderen Stelle, dort wo auch die Tourenboote anlegen, noch mal probiert. Dort haben wir zum ersten Mal richtige Korallenriffe gesehen, ganze Schwärme von kleinen Fischen und einzelne sehr große Fische. Als langsam die Flut wieder kam, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Leider konnten wir dort nicht so viele Fotos machen, da der Akku leer war und wir keinen Ersatzakku dabei hatten. Genauso hatten wir Handtücher vergessen, daher mussten wir so lange warten, bis die Sonne uns getrocknet hatte.
Abends waren wir noch in dem Restaurant von Emerald Gecko, der Unterkunft, wo wir eigentlich übernachten wollten, essen. Das super leckere Red Snapper Fillet hat allerdings unsere Tagesausgaben sehr erhöht. Für das Abendessen haben wir 630 Rs bezahlt. Das ist schon relativ teuer, hat sich aber gelohnt.
Als wir dann noch im Dorf Nr. 3 ein paar Flaschen Wasser kaufen wollten, war fast im gesamten Dorf der Strom ausgefallen. Das war auch eine sehr interessante Erfahrung. Überhaupt fällt der Strom hier sehr häufig aus. An unserem ersten Abend in unserer Unterkunft, dem Sea Shells, hatten wir bestimmt 6 Stromausfälle.