Kaohsiung

Seit Montagabend sind wir in Kaohsiung, der zweitgrößten Stadt Taiwans. Wir waren uns lange nicht einig, ob uns die Stadt nun gefällt oder nicht. Es ist laut, extrem schwül (32 Grad, 94 % Luftfeuchtigkeit) und sich auf Englisch zu verständigen, ist echt nicht einfach. Hier helfen oft wirklich nur Hände, Füße und Zeichnungen. Die Taxifahrer sind hier ähnlich wie in Chennai. Ständig wird man angesprochen, aber wirklich Ahnung, wohin mal will, haben sie nicht. Hauptsache die Touris sitzen im Taxi und das Taxameter läuft…
Nachdem wir gestern so einige abenteuerliche Busfahrten hinter uns gebracht haben, sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass die Stadt nicht schlecht ist. Die Nachtmärkte sind sehr viel aufgeräumter und übersichtlicher als in Taipei. An einem Stand mit Innereien gab es sogar Bilder mit englischen Bildunterschriften. So weiß man dann wenigstens, was man isst (auch wenn man es vielleicht lieber nicht wissen möchte). Die Verkäufer auf den Nachtmärkten stürmen nicht gleich auf einen zu, wenn man sich etwas anguckt, sondern lassen einem Zeit, was echt angenehm ist. Auch scheinen mir die Läden hier etwas stylischer als in Taipei. Manchmal schien uns die Stadt allerdings zu groß angelegt. Es gibt riesige Straßen mit acht Spuren, super moderne, riesige Metrostationen, dafür allerdings zu wenige Autos bzw. Mitfahrer. Als wir das erste Mal mit der Metro gefahren sind, war es so leer, dass es schon fast gruselig war.
In Kaohsiung haben wir uns das buddhistische Kloster in Foguangshan angeschaut mit seiner 36 Meter hohen Buddha-Statue. Danach sind wir zum Lotussee gefahren. Zurück in der Stadt haben wir dann noch ein bisschen die Nachtmärkte unsicher gemacht. Heute geht es dann weiter in den Süden, nach Kenting.

Reiseroute Taiwan – ein Update

Einiges hat sich an unserer ersten Planung noch geändert. Hier also im Detail unsere Reiseroute:

Etappe 1: Nachdem wir uns ein paar Tage Taipei angeschaut und in den heißen Quellen von Beitou gebadet haben, geht es mit dem Mietwagen zur Tarokoschlucht. Zum Glück gilt in Taiwan Rechtsverkehr!

Etappe 2: In der Tarokoschlucht wollen wir ein paar ausgedehnte Wanderungen machen. Mit dem Mietwagen geht es dann über den Central-Cross-Island-Highway zum Sonne-Mond-See, der Honeymoon-Location in Taiwan.

Etappe 3: Nach langem Hin und Her haben wir uns entschieden, den Mietwagen noch etwas länger zu behalten. Anstatt, wie ursprünglich geplant, den Wagen nach unserem Aufenthalt am Sonne-Mond-See nach Taichung zu bringen und mit dem Zug nach Chiayi zu fahren, um von dort mit einer Schmalspurbahn nach Alishan zu fahren, nehmen wir den direkten Weg mit dem Auto durch die Berge. Dadurch verpassen wir zwar die “wunderschöne” fünfstündige Fahrt mit der historischen Eisenbahn, aber so etwas ähnliches haben wir ja auch schon in Indien erlebt. Außerdem sind gerade noch in diesem Jahr mehrere Menschen bei einem Unglück auf dieser Strecke gestorben. Und darauf kann ich echt verzichten. In Alishan schauen wir uns den Sonnenaufgang in den Bergen an (Ocean-of-clouds-Phänomen) und wandern auf einem historischen Trail von Fenchihu nach Rueli.

Etappe 4: Es geht in die Hafenstadt Kaohsiung. Dort geben wir das Auto zurück, gehen am Love River und dem Lotus Pond spazieren und besuchen in Foguangshan Taiwans größtes buddhistisches Zentrum.

Etappe 5: Von Kaohsiung geht es nach Kenting. Dort werden wir faul am Strand rumliegen, vielleicht mal schnorcheln und den Nationalpark erkunden.

Etappe 6: Diese Etappe führt uns nach Tainan, Taiwans ältester Stadt und ehemaligen Hauptstadt. Hier werden wir die vielen alten Tempel besichtigen.

Etappe 7: Bevor es zurück nach Deutschland geht, machen wir noch ein bisschen Taipei unsicher. Vielleicht führt uns ein Tagesausflug auch noch an die Nordküste.

Hier noch die Karte:

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