Auf nach Kumily

Freitag Nachmittag haben wir Abschied von Mamallapuram genommen. Eine Stadt, in der es uns sehr gefallen hat. Es gab zwar auch hier einige nervige Verkäufer, aber die gibt es in allen Touristenhochburgen. Wir haben festgestellt, dass uns die kleinen Städte in Indien viel besser gefallen als die Großen.
Mit dem Bus ging es am Freitag zunächst zurück zum Busbahnhof in Chennai. Von dort aus ging es indisch pünktlich mit einer halben Stunde Verspätung los. Aus der zehnstündigen Fahrt nach Madurai wurde eine zwölfstündige. Zum Glück sind die AC-Busse sehr komfortabel und wir konnten auch sehr gut schlafen. Vom zentralen Busbahnhof in Madurai ging es mit dem Stadtbus weiter zu einem anderen Busbahnhof, von wo wir am Samstag um 11 Uhr den Bus nach Kumily genommen haben. Eigentlich hatten wir eine 4,5 stündige Fahrt vor uns. Die Fahrtzeit hat sich jedoch dadurch verlängert, dass unser Bus mitten im Nichts einen Platten hatte. Relativ schnell kam aber auch schon ein anderer Bus, der uns mitgenommen hat. Dieser war leider total überfüllt (zum Glück mussten wir nicht auf dem Dach sitzen ;-) ). Ca. 24 Stunden nach unserer Abfahrt sind wir endlich in Kumily angekommen. Davon jedoch später mehr. Hier noch einige Fotos von Chennai und Mamallapuram.

Wir sind in Mamallapuram

Nach unserer Enttäuschung in Chennai ging es gestern nach Mamallapuram. Abenteurer wie wir sind, sind wir gestern zuerst mit dem Bus zum Busbahnhof gefahren. Da die Haltestellen nicht wirklich gekennzeichnet sind (oder uns fehlt der Durchblick), sind wir mitten auf der Kreuzung in den langsam fahrenden Bus gesprungen. Obwohl es am Busbahnhof deutlich erkennbare Schilder mit den Zielen der Busse gibt, hat uns das nicht wirklich weitergeholfen, da die Busse, die in den entsprechenden Haltebuchten stehen, ganz woanders hinfahren. Wir haben es trotzdem geschafft und sind gegen 13 Uhr in der absoluten Mittagshitze in Mamallapuram angekommen. Nachdem wir ein Hotel gefunden und uns geduscht hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht, die Stadt anzuschauen.
Mamallapuram ist eine sehr kleine Stadt, die für ihre aus dem Fels gehauenen, sehr alten Tempel bekannt ist. An jeder Ecke gibt es hier Steinmetze, Schneider und Schuster, die auch ihre selbst hergestellten Waren direkt anbieten. Vor allem die Steinmetze sind dabei sehr interessant; man kann Ihnen dabei zuschauen wie sie kleine und große Skulpturen herstellen. Bei einem Steinmetz durfte ich auch gleich in die Lehre gehen und mitarbeiten.
Nachdem wir nach zwei Tempelanlagen auch endlich auf die von Doris erhofften Affen gestoßen sind, hat sich ein sehr lustiges Spektakel ereignet: Doris stand, mit der Wasserflasche in der Hand, auf dem Weg und beobachtete die Affen, als der größte Affe direkt auf sie zu kam und ihr die Wasserflasche aus der Hand riss. Gekonnt hat der Affe die Flasche geöffnet und sich einen halben Liter Wasser reingekippt. Die total verdutzte Doris stand nur auf dem Weg und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Heute haben wir uns noch die restlichen Tempelanlagen angeschaut, werden gleich noch ein bisschen shoppen gehen und dann gegen 17 Uhr zum Busbahnhof in Chennai zurückfahren, um von dort über Nacht nach Madurai zu fahren. Von dort aus geht es in das Periyar Wildlife Sanctuary, wo wir ein bisschen wandern und entspannen wollen.