Bamboo Rafting

Heute haben wir den ganzen Tag im Naturschutzgebiet verbracht, und zwar mit Wandern und Bambusfloßrudern. Entgegen der Aussage von der Touristeninformation sind wir dabei doch nass geworden (zum Glück nicht annähernd so nass wie gestern). Wir sind heute richtig früh aufgestanden, nämlich um 6, weil unsere Tour um 8 angefangen hat. Nach einer einstündigen Wanderung sind wir auf das Bambusfloß umgestiegen. Als wir unser Ziel erreicht hatten, gab es erstmal Frühstück (Toast, Marmelade, Bananen, Kaffee). Gestärkt sind wir dann zur nächsten Wanderung aufgebrochen. Auch nach langem Suchen konnten wir keine wilden Tiere sichten, bis uns schließlich eine kleine Herde Büffel über den Weg gelaufen ist. Ansonsten haben wir noch Frösche, Wildschweine, eine Schlange, wilde Hunde, zwei unterschiedliche Affenarten und viele bunte Vögel gesehen. Leider gab es keine Elefanten, Leoparden oder Tiger, nur ganz viel Elefantenmist, Leopardenerbrochenes (da sie die schwarzen Affen essen, muss das Fell ja auch irgendwie wieder raus) und Tigerkratzspuren an Bäumen. Aber so ist das halt in der freien Natur; es gibt eben keine Garantie, dass man die Tiere zu Gesicht bekommt.
Nach dieser anstrengenden Wanderung gab es erstmal Mittagessen. Anschließend ging es auf den Rückweg; also zuerst wieder Paddeln und dann Wandern.
Alles in allem war es ein gelungener Tag, an dem wir zu Fuß die Flora und Fauna Keralas erkundet haben.

Kumily

Kumily ist eine sehr kleine Stadt in Kerala, nur einen Katzensprung von der Grenze zu Tamil Nadu entfernt. Wir mussten sogar unter der Schranke, die die Grenze der beiden Staaten markiert, hindurchgehen. Von ca. 2m über Meeresspiegel in Mamallapuram sind wir in Kumily auf 860m aufgestiegen; und das merkt man auch deutlich am Klima. Es ist wesentlich angenehmer.
Warum sind wir also eigentlich hier? Die Antwort: Hier gibt es das Periyar Wildlife Sanctuary, ein Naturschutzgebiet, in dem es noch Tiger und wilde Elefanten gibt.
Nach der langen Fahrt haben wir am Sonntag erstmal so richtig ausgeschlafen. Da es schon zu spät für Touren im Park war, haben wir uns zunächst in der Stadt umgesehen und haben uns dann spontan entschlossen, einen Elelfantenritt mit anschließendem Bad zu machen. Klug wie wir ja sind, haben wir natürlich keine Sachen zum Wechseln dabei gehabt. Zum Glück ist unsere Unterkunft nicht weit gewesen. Am besten schaut ihr euch die Fotos selber an.