Tag der Grenzerfahrungen

Alles hat heute ganz entspannt begonnen. Wir sind über den Blumenmarkt gegangen und haben die schönen Orchideen und Bonsais bestaunt. Es ist so schade, dass man keine Pflanzen nach Deutschland einführen darf… Nach einer kurzen Kaffeepause haben wir uns dann aufgemacht zu unserer “kleinen” Wanderung. Hier kam Grenzerfahrung Nr. 1. Stufe um Stufe haben wir uns über vier Bergkuppen gequält, eine Stufe steiler als die andere. Die Aussichten auf Taipei und den 101 waren es aber allemal wert! Zum Sonnenuntergang waren massenweise Leute auf dem Elefantenberg. Und wir können die Wanderung wirklich nur jedem empfehlen.

Nach unserer anstrengenden Wanderung sind wir zum 101 gegangen und haben dort etwas gegessen. Als wir dann noch im Supermarkt waren, dachten wir, wir tun uns mal was Gutes und probieren Stinkfrucht. Was so selten und teuer ist, so meine Annahme, muss einfach schmecken. Falsch gedacht! Zurück im Hotel wollten wir den “Leckerbissen” genießen. Schon während der U-Bahnfahrt war der Gestank der Frucht unangenehm und wir waren froh, als wir wieder unter freiem Himmel waren. Im Hotel kam dann Grenzerfahrung Nr. 2. Diese Frucht stinkt einfach ekelhaft. Die Konsistenz ist breiig weich und sie schmeckt einfach nur abartig. Selbst Christof, der mittlerweile Stinky Tofu probiert hat, konnte sie nicht essen. Jetzt stinkt der Rest auf unserem Balkon vor sich hin. Zum Glück hat unser Zimmer einen Balkon!

Heute waren wir schnell unterwegs

Heute haben wir nicht viel unternommen, als wir morgens feststellten, dass das Wetter gut ist und sogar die Sonne scheint, haben wir die Chance genutzt und sind zum 101 gefahren. Der 101 war bis zum Jahr 2010 der höchste Wolkenkratzer der Welt und wird zurzeit nur vom Burj Khalifa in Dubai übertroffen. Aber auch wenn der 101 nicht mehr das höchste Gebäude der Welt ist, hat er noch immer die schnellsten Aufzüge der Welt. Mit rund 16,8 Metern pro Sekunde (60 km/h) sind wir heute in den 89. Stock gefahren. Ganz schön beeindruckend! Von oben hat man dann eine schöne Aussicht über Taipei.

Abends gab es dann noch einige interessante “Leckereien”. Unter anderem haben wir heute eine taiwanesische Spezialität probiert: Entenzungen. Besser fand ich aber die Entenbürzel.

Heute auf der Speisekarte: Hühnerfüße

Das Wetter bessert sich: Heute hat es fast nicht geregnet und wir konnten mal ganz kurz etwas blauen Himmel sehen! Nach dem Zoo sind wir mit der Maokong Gondel nach Maokong gefahren, einem Teeanbaugebiet in den Bergen von Taipei. Die Fahrt mit der Gondel war toll, der Aufenthalt oben eher etwas enttäuschend. Mag aber auch mit am Wetter gelegen haben. Bei Sonnenschein ist es dort bestimmt voll. Überall gibt es Teehäuser mit Blick auf die Berge und Taipei. Heute war aber alles in Nebel gehüllt.
Abends waren wir dann noch was Essen und haben uns endlich getraut, mal Hühnerfuß zu probieren! Gar nicht mal schlecht, nur ein bisschen wenig dran. Unsere Abenteuerlust ist damit geweckt. Ich bin gespannt, was wir noch alles probieren werden. :-)

Wir trotzen dem Regen

Der Regen kann uns nicht aufhalten! Heute waren wir im National Palace Museum, haben in den Schwefelquellen von Beitou gebadet und waren zum Schluss noch auf dem Nachtmarkt in Shilin.
Das National Palace Museum beheimatet die größten und schönsten Schätze chinesischer Kunst (sagen sie auf jeden Fall). Als Chiang Kai-shek vor Maos kommunistischem Regime nach Taiwan flüchten musste, nahm er viele der chinesischen Kunstschätze mit, um sie vor der Zerstörung zu retten. Und so kommt es, dass Taiwan viele berühmte chinesische Kunstschätze besitzt. Auch wenn das Museum echt interessant ist (wir hatten außerdem vom Taiwan Tourism Bureau freie Eintrittskarten bekommen), waren wir nach einigen Stunden ganz schön k.o. Daher sind wir nach Beitou gefahren, um uns in den heißen Quellen zu entspannen. Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt und über 40 NTD (1 €) Eintritt kann man echt nicht meckern. Wir saßen also schön im warmen Wasser, während der Regen auf uns prasselte. Dort waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.
Erfrischt haben wir uns dann in das Getümmel auf dem Shilin Nightmarket gestürzt. Auch der Markt ist auf jeden Fall einen Besuch wert, und sei es auch nur zum Bummeln. Nur den Geruch krieg ich nicht mehr aus der Nase… Irgendein Gericht scheint es zu geben, was einfach super-eklig riecht. Ich weiß, dass es etwas gibt, das sich “stinky tofu” nennt, aber ob es das jetzt war… Sogar das Wetter hat am Abend mitgespielt: Es hat nicht mehr geregnet.
No photos