Gleich geht’s in den Süden

Um 13:34 Uhr (bei euch dann 7:34) geht es mit dem Zug nach Taitung. Heute ist das Wetter auch echt richtig mies. Ein Tag, den man getrost im Zug verbringen kann! In Kaohsiung wird auch erst mal besseres Mückenschutzzeug gekauft. Die taiwanesischen Mücken scheinen sich nämlich einen Dreck um deutsches Mückenabwehrmittel zu scheren. Wir sind beide ziemlich zerstochen. Nicht bloß kleine Mückenstiche, sondern große rote Flatschen (bitte eine Runde Mitleid).

Hier noch nachgeliefert die Fotos von gestern.

Chengchun Shrine Trail

Die beste und auch anstrengendste Wanderung war gestern der Wanderweg zum “Eternal Spring Shrine”, dem “Schrein des ewigen Frühlings”. Für die rund 1,9 Kilometer wurde eine Dauer von einer Stunde angegeben, was uns ziemlich viel schien. Was wir da aber noch nicht wussten: Die ersten 500 Meter sind fast nur Höhenmeter. Bei schwül-warmen 26 Grad haben wir die zahlreichen, in den Stein gehauenen Stufen erklommen und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt! Am Ende des Trails gab es noch etwas “Indiana-Jones-Feeling” auf einer Hängebrücke.

Heute war das Wetter leider sehr schlecht. Es hat viel geregnet und windig war es auch. Eine Regenpause haben Christof und ich dann genutzt, um uns die Klippen anzuschauen. Fotos davon werden nachgeliefert.

Was unsere Reisepläne angeht: Wir haben noch Tickets Richtung Süden bekommen und werden somit den ganzen Montag im Zug verbringen. Um 13:30 Uhr geht es in Xincheng los und um 21:30 Uhr kommen wir an. Zum Glück konnten wir das Hotel in Kaohsiung umbuchen. Nur am Sonne-Mond-See ist bei “unserem” Hotel nichts mehr frei. Mal schauen, dass wir irgendwas anderes finden.

Alle Planung umsonst!

Das Wetter ist endlich besser geworden! So weit die guten Nachrichten. Nun zu den schlechten: Gestern Nachmittag gab es einen Erdrutsch in der Tarokoschlucht und wir können nicht mehr über den Central Cross Island Highway zum Sonne-Mond-See fahren. Auch über Taipei können wir nicht zum See, weil am Montag Nationalfeiertag ist und alle Züge hoffnungslos ausgebucht sind. Ein Tag länger in der Tarokoschlucht lohnt sich auch nicht, da alle coolen Wanderwege hinter dem Erdrutsch liegen. Heute haben wir schon so ziemlich alles abgegrast, was ging. Jetzt versuchen wir Zugtickets in den Süden zu bekommen. Unsere ganze Planung ist auf den Kopf gestellt!

Zum Glück sind wir gestern nur den Shakadang-Trail gelaufen. Sonst säßen wir jetzt vielleicht in den Bergen fest.

Total beeindruckend: Taroko-Schlucht

Gestern sind wir zum ersten Mal Bahn gefahren. Obwohl wir den günstigsten Zug nach Xincheng genommen haben (rund 650 NTD, ca. 17 Euro für beide), war die Fahrt äußerst angenehm. Die Beinfreiheit war größer als im Flugzeug, die Rückenlehne konnte man so weit runterklappen, dass man fast lag und Essen hätten wir auch kaufen können. In Xincheng angekommen, sind wir erstmal zu unserem B&B. Nach ein paar Missverständnisse, die die Stimmung leider etwas getrübt haben, konnten wir auf unser Zimmer und es ist echt der Hammer! Schon fast Luxushotel.

Nach einer kurzen Verschnaufspause ging es dann mit Mountainbikes (gibt es umsonst) in die Taroko-Schlucht. Alle Asiaten sind mit riesigen Buskolonnen angereist und wir waren die einzigen, die sich einen abgestrampelt haben. Aber es hat sich gelohnt! Die Tarokoschlucht ist einfach nur gigantisch. Das Wasser hat eine so schöne blaue Farbe, dass man am liebsten gleich reinspringen möchte (was bei der Strömung aber eher einem Selbstmordkommando gleichen würde). Die Vegetation ist großartig: Überall wachsen Pflanzen, die wir in Deutschland als Zimmerpflanzen halten.

Unsere Reisepläne haben sich noch etwas geändert. Eigentlich wollten wir ja schon in Taipei ein Auto mieten. Da das Auto aber zum Rumstehen zu viel Geld kostet, wollten wir nun in Hualien eins mieten. Aber Pustekuchen! Wegen des Nationalfeiertags am Montag gibt es keine Autos mehr… Ich hoffe, dass wir uns noch einen Fahrer besorgen können, denn die Zugtickets sollen auch schon ausgebucht sein.